Risiko-basierter Nationaler Anpassungsplan (Risk-NAP) - 15_II_124 - 884 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Risiko-basierter Nationaler Anpassungsplan (Risk-NAP)

Stand: August 2019

Ziel und Massnahmen

Ziel des Vorhabens ist es, Thailand bei der Entwicklung und Umsetzung seines Nationalen Anpassungsplans (NAP) zu unterstützen. Zunächst werden zukünftige Klimarisiken sowie ihre volks- und betriebswirtschaftlichen Folgekosten quantifiziert, um sie dann den „co-benefits“ möglicher Anpassungsszenarien gegenüberzustellen und zu bewerten. Darauf aufbauend wird die Entwicklung des NAP sowie eines Systems zum Monitoring und zur Evaluierung unterstützt. In Pilotstädten werden kommunale Anpassungspläne und gezielte Anpassungsmaßnahmen auf der Grundlage einer Handlungsanweisung für risikobasierte Managementstrategien in der Stadtentwicklungsplanung definiert. Der Aufbau eines entsprechenden Finanzierungsinstrumentes wird begleitet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt unterstützt die strategische Ausrichtung des NAP sowie die Integration von Klimaanpassung in die Planungsprozesse der Sektoren Gesundheit, Tourismus und Siedlungsplanung und in die subnationale Entwicklungsplanung in vier Pilotregionen.
  • Der thailändische NAP wurde im Oktober 2018 vom Nationalen Klimakomitee verabschiedet. Im NAP werden sechs prioritäre Handlungsfelder für Klimaanpassung identifiziert: Stadtplanung und -entwicklung, nachhaltiges Wassermanagement und Katastrophenschutz, sowie Anpassung in den Sektoren Landwirtschaft, Gesundheit, Tourismus, und natürliche Ressourcen.
  • Zur Unterstützung des NAP Überarbeitungsprozesses hat das Projekt – insbesondere für die Sektoren Gesundheit, Tourismus und Siedlungsplanung – eine Reihe von Fortbildungsmaßnahmen und Workshops durchgeführt. Darin wurden die Zusammenhänge zwischen den Auswirkungen des Klimawandels und der Entwicklung in den Sektoren beleuchtet, internationale Erfahrungen zu Lösungsansätzen eingebracht und prioritäre Maßnahmen für die weitere Unterstützung bis Projektende identifiziert.
  • Im Bereich der Siedlungsplanung kooperiert ONEP eng mit der thailändischen Raumplanungsbehörde, unter anderem zur Stärkung des sektorübergreifender Dialoges zu resilienter Stadtentwicklung. Zur Vermittlung der zentralen Konzepte, Analysemethoden und planerischen Instrumenten für eine klimaresiliente Raum- und Stadtplanung, wird einerseits auf Erkenntnisse und Erfahrungen Deutschlands aufgebaut und andererseits eine Stärkung lokaler Forschungsinstitute angestrebt, um die gewonnenen Erkenntnisse zu verankern.
  • Im Jahr 2017 haben Mitarbeiter des Projekts am Seminar „New Urban Agenda” als Teil des World Town Planning Day in Bangkok, Thailand sowie am Targeted Topic Forum des NAP Global Network zu “Financing NAP Processes” in Mexico City, Mexico teilgenommen.
  • Das Projekt organisiert von 20. bis 24. Mai 2019 eine Studienreise einer thailändischen Delegation nach Deutschland mit Aufenthalten in Berlin, Frankfurt, Koblenz/Heidelberg (ICCA) und Stuttgart.
  • Das Projekt hat gemeinsam mit ONEP und DPT Trainingsmaterialien zu klimaresilienter Stadtplanung entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Urban Development Training Institute (UDTI) wurden die entsprechenden Trainingsmodule in reguläre Fortbildungsmaßnahmen für Stadtplaner auf Provinzebene aufgenommen. Im März 2019 wurden diese Maßnahmen erstmals mit Stadtplanern aus 39 Provinzen, die derzeit an Bauleitplänen auf Bezirksebene arbeiten, getestet.

Projektdaten

Land:
Thailand

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand
  • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand

BMU-Förderung:
3.750.000 €

Laufzeit:
08/2015 bis 12/2019

Internetauftritt(e):



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