Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz der Biodiversität, der natürlichen Ressourcen und des Klimas durch nachhaltige land- und forstwirtschaftliche Nutzung am Cyamudongowald (Ruanda)

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Cyamudongo ist ein isoliertes Regenwaldrelikt im Südwesten Ruandas und seit 2004 als Nationalpark geschützt. Unnachhaltige Landnutzung und ausgeprägte Bodenerosion setzen den Wald und seine hohe Biodiversität unter Druck. Das Projekt unterstützt die lokale Bevölkerung in den Randzonen des Nationalparks beim Übergang zu einer nachhaltigen Agroforstwirtschaft und Waldrestaurierung. Die Maßnahmen tragen zu ihrer Ernährungssicherung und Energieversorgung bei. Der Nutzungsdruck auf den Wald wird vermindert. In den Randzonen des Waldes pflanzen durch das Projekt geschulte Bauern 1,5 Mio. Setzlinge. Diese Agroforstsysteme und Kleinstforste machen in Zukunft eine Holzentnahme aus dem Cyamudongo überflüssig und speichern zugleich Kohlenstoff. Ein benachbartes Waldrelikt soll durch die Aufforstungen verbunden werden. Es verankert Natur- und Ressourcenschutz in der politischen Praxis, gibt Handlungsempfehlungen und bildet Ranger, Mitarbeiter der Naturschutzbehörden und Studierende aus.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ulrike Höfken, Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, und Dr. Vincent Biruta, Minister of Environments (MINIRENA) von Ruanda, haben im Mai zusammen mit einer Delegation das Cyamudongo Projekt besucht. Weitere Teilnehmer waren u.a. Vertreter des Ruanda Development Boards (RDB) und der Rwanda Water and Forestry Authority (RWFA). Das Projekt wurde vorgestellt, eine der projekteigenen Baumschulen sowie durch das Projekt gepflanzte Agroforstflächen besichtigt und eine Exkursion in den Cyamudongowald durchgeführt.
  • In sechs errichteten Baumschulen wachsen rund 180.000 Setzlinge heran. Diese werden in der dritten Pflanzsaison des Projektes „Herbst 2018“ ausgepflanzt, einerseits um die Pflanzdichte auf den Flächen der Pflanzsaison „Herbst 2017“ zu erhöhen sowie um neue Agroforstsysteme anzulegen.
  • Am 18. September 2018 hat der erste Pflanztag der Pflanzsaison „Herbst 2018“ stattgefunden. Bis zu sechs Pflanzteams arbeiten täglich gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern um bis Mitte November 2018 rund 180.000 Setzlinge zur Umwandlung landwirtschaftlicher Flächen in Agroforstsysteme zu pflanzen.

Projektdaten

Land:
Ruanda

Durchführungs­organisation:
Universität Koblenz-Landau

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Natural Resources (MINIRENA) - Rwanda, Rwanda Development Board (RDB), Rwanda Natural Resources Authority (RNRA)
  • Verein zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in Ruanda e.V.

BMU-Förderung:
2.147.358 €

Projektlaufzeit:
09/2016 bis 08/2021

Internetauftritt(e):



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