Schutz von Bestäubervielfalt für verbesserte Klimaresilienz - 17_IV_065 - 9874 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutz von Bestäubervielfalt für verbesserte Klimaresilienz

Stand: Januar 2020

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt schützt in sieben Ländern Bestäubervielfalt und entwickelt eine globale Produktverpflichtung. Es führt den auf TEEB-basierten ökonomisch selbsttragenden Ansatz "Landwirtschaft mit wilden Bestäubern" (FAP) ein. FAP misst den durch Habitatverbesserung erreichten Einkommensgewinn und nutzt ihn als Anreiz für Bauern und politische Gestalter, Bestäuber zu schützen. Das Projekt erstellt das erste Bestäuberinventar für die West-Asia-and-North Africa-Region (WANA). Marokko ist das Hauptinterventionsland (Erstellung von Pflanzanteilungen, einer DVD, einer Berechnung des Werts von Bestäubung für Marokko, sektorübergreifender Bestäuberschutz durch politische Entscheidungsträger usw.). Die Partner der sechs teilnehmenden Länder werden ausgebildet und führen selbst kleinere Projekte in ihren Ländern durch, um bei nationalen politischen Runden Tischen sektorübergreifenden Bestäuberschutz zu erreichen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im Oktober 2017 fand in Marokko die Auftaktveranstaltung des Projekts statt.
  • Mit der Sammlung und Bestimmung der Bestäuber wurde in Marokko begonnen: ca. 930 Bienenarten, ca. 145 Schwebfliegenarten und mehr als 130 Schmetterlingsarten wurden bisher identifiziert, aber viele hundert weitere Arten werden vermutet. Marokko ist eines der artenreichsten Länder hinsichtlich der Diversität seiner Bestäuber.
  • Die Regionen Marokkos mit den höchsten Risiken für Bestäuberverlust bzw. mit höchstem Verlust an Schmetterlingsvielfalt wurden festgestellt. Sechs Doktoranden wurden ausgewählt und haben mit ihren Studien begonnen.
  • Ein kostengünstiger sektorübergreifender Politik- und Aktionsansatz für Bestäuberschutz wurde entwickelt.
  • Marokko ist am 10. Mai 2019 als erstes arabisches Land der "Coalition of the Willing on Pollinators" für Bestäuberschutz beigetreten.
  • Das Projekt hat den Wissenstand zu Bestäubern, Bestäubung und Bestäuberschutz verschiedener Stakeholder-Gruppen in Marokko (und teilweise auch in der Türkei) erhoben für die Durchführung eines zielgruppenspezifischen Kapazitätsaufbaus.
  • Das Projekt hat einen Partnervertrag mit ONCA, dem nationalen Extension Service, und trainiert derzeit nationale Trainer, die wiederum marokkanische Bauern trainieren.
  • Zwei wesentliche Komponenten des Projekts (Einkommensgewinn durch FAP; Sektorübergreifender Politikansatz) wurden auf der COP CBD 2018 präsentiert.
  • Das Projekt genießt eine breite Medienaufmerksamkeit und hat eine eigene Website mel.cgiar.org/…

Weiterführende Links

Projektdaten

Land:
Ägypten, Algerien, Jordanien, Marokko, Palästinensische Autonomiegebiete, Tunesien

Durchführungs­organisation:
International Center for Agricultural Research in the Dry Areas

Partnerinstitution(en):
  • Agricultural Research Center/Horticultural Research Institute (HRI), Institute of Agricultural Research and Higher Education (IRESA) - Tunesia, National Agriculture Research Center (NARC) - Palestine, National Center for Agricultural Research and Extension (NCARE) - Jordan, National Institute of Agronomic Research (INRA) - Algeria, National Institute of Agronomic Research (INRA) - Morocco, The Plant Protection Central Research Institute - Turkey
  • Agricultural Research Center/Horticultural Research Institute (HRI),Institute of Agricultural Research and Higher Education (IRESA) - Tunesia,National Agriculture Research Center (NARC) - Palestine,National Center for Agricultural Research and Extension (NCARE) - Jordan,National Institute of Agronomic Research (INRA) - Algeria,The Plant Protection Central Research Institute - Turkey

BMU-Förderung:
6.583.079 €

Laufzeit:
06/2017 bis 05/2022

Internetauftritt(e):

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