Schutzgebiete und andere gebietsbezogene Schutzmaßnahmen auf lokaler Regierungsebene - 13_IV+_034 - 995 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Schutzgebiete und andere gebietsbezogene Schutzmaßnahmen auf lokaler Regierungsebene

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Kommunale Schutzgebiete können einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Südamerika leisten, sind jedoch eine wenig beachtete und institutionalisierte Schutzgebietskategorie. Projektziel ist die Anzahl an Lokalregierungen zu erhöhen, die Schutzgebiete und andere gebietsbasierte Schutzmaßnahmen wirkungsvoll und gerecht zu bewirtschaften und umzusetzen. Die Kapazitäten, die Steuerungsstruktur und die Rolle der Lokalregierungen werden gestärkt, damit sie die Schutzgebiete und andere gebietsbasierten Maßnahmen bewirtschaften bzw. durchführen können. Lernerfahrungen werden auf verschiedenen Ebene verbreitet. Dadurch wird die biologische Vielfalt geschützt und das Verständnis des ökonomischen Werts von Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen verbessert. Die Einbindung der Schutzgebiete und anderen gebietsbasierten Schutzmaßnahmen in die umgebende Landschaft fördert ökologische Konnektivität und die Resilienz der Ökosysteme gegenüber dem Klimawandel.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Beispiele erfolgreichen Managements lokaler Schutzgebiete wurden in den vier Ländern identifiziert: drei Beispiele pro Land werden dokumentiert und auf den Internetseiten von ICLEI (sams.iclei.org/…) und PANORAMA (panorama.solutions/…) veröffentlicht.
  • In Brasilien wurden 01/ 2019 sechs Kommunen in einem Pilotworkshop in der Methodik zur Integration von Ökosystemdienstleistungen in das Management lokaler Schutzgebiete und anderer gebietsbezogener Schutzmaßnahmen geschult. Die Stadt Florianópolis wendete dies bei der Erstellung ihres kommunalen Plans zum Schutz und nachhaltigen Nutzung des atlantischen Küstenregenwaldes an. sams.iclei.org/…
  • In Ecuador wurden Regularien zur neuen Umweltgesetzgebung erarbeitet, welche die rechtliche Situation lokaler Schutzgebiete und anderer gebietsbasierter Schutzmaßnahmen regeln. Die dezentralen autonomen Regierungen verfügen dadurch über verbesserte Voraussetzungen zur Einrichtung und Bewirtschaftung eigener Schutzgebiets-Subsysteme.
  • Das Projekt unterstützte die Anerkennung des Biosphärenreservats Chocó Andino de Pichincha 06/2018 (issuu.com/…). Vertreterinnen der dezentralen autonomen Regierungen nahmen 05/2017 an der ersten Regionalkonferenz des Projekts in Sao Paulo (sams.iclei.org/…) teil, wo sie sich u.a. über das Biosphärenreservat Mata Atlântica informierten. 10/2018 stellten sie den Teilnehmern der zweiten Regionalkonferenz des Projekts (sams.iclei.org/…) vor, wie sie in ihrem Biosphärenreservat Dialog, Allianzen und Zusammenarbeit ermöglichen, die Biodiversität erhalten und Vorteile für die lokale Bevölkerung bringen.
  • In Kolumbien erstellte die Projekt-Arbeitsgruppe mit Vertretern von Lokalregierungen Beiträge für die Anerkennung sog. „Komplementärer Naturschutzstrategien“ und unterstützte die Publikation „Voces de la gestión territorial“ (www.humboldt.org.co/…). Die Lokalregierungen wurden erstmalig in den Dialog zur Gestaltung der regionalen Schutzgebietssysteme einbezogen und bestehende munizipale Schutzgebietssysteme katalogisiert. Die Erfahrungen wurden dem Umweltministerium für die Ausarbeitung der neuen Schutzgebietspolitik zur Verfügung gestellt.
  • In Peru organisierte das Projekt 02/2019 einen regionalen Expertenworkshop zur Anerkennung „anderer effektiver gebietsbasierter Schutzmaßnahmen“ entsprechend Definition des Übereinkommens über die biologische Vielfalt und einer Handreichung von IUCN: sams.iclei.org/…

Projektdaten

Land:
Brasilien, Ecuador, Kolumbien, Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru, Ministry of Environment - Brazil, Ministry of Environment - Ecuador, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • ICLEI South America Secretariat - Brazil,International Union for Conservation of Nature (IUCN) - Brazil

BMU-Förderung:
4.700.000 €

Laufzeit:
12/2016 bis 11/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

21.11.2019Starke Kommunen für einen starken Naturschutz