Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Standardisierte Ansätze zur Bestimmung vom nicht-erneuerbaren Anteil der Biomasse im CDM

Stand: August 2018

Ziel und Massnahmen

Die Verbrennung von Biomasse in Haushalten ist einer der wichtigsten Treiber für Entwaldung und Wüstenbildung in Subsahara-Afrika. Ziel des Projektes war die Förderung von Projekte für nachhaltige Kochherde, Öfen oder Trockner im Rahmen des Clean Development Mechanism (CDM) in dieser Region, um den effizienten Umgang mit den verfügbaren Ressourcen zu erhöhen. Dafür hat das Projekt lokale Akteure in der Entwicklung und Anwendung von standardisierten Referenzszenarien für Emissionen unterstützt, die aus der Verwendung des nicht-erneuerbaren Anteils von Biomasse resultieren.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt ist abgeschlossen
  • Das Projekt hat bestehende Ansätze zur standardisierten Bestimmung des nicht-erneuerbaren Anteils in der Verbrennung von Biomasse (fraction of non-renewable biomass - fNRB) in einem Statusbericht bewertet. Kriterien zur projektübergreifenden Datenerfassung in diesem Kontext wurden gemeinsam mit dem Sekretariat der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) erarbeitet. Der Fokus richtete sich hier auf die Region Subsahara-Afrika. Ein standardisierter Ansatz in ähnlich gelagerten Projekttypen vereinfacht dabei das zuvor einzelfallspezifische Vorgehen.
  • In Senegal und Ruanda wurden in diesem Zusammenhang Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt und Trainingsmodule für die gesamte Region entwickelt, die zur eigenständigen Methodenentwicklung und Anwendung durch nationale Genehmigungsbehörden (designated national authorities - DNA) für entsprechende CDM-Projekte beitrugen.
  • Im Vordergrund stand dabei die Verbreitung von Wissen zu standardisierten Referenzszenarien (standardized baselines - SBL) für Emissionsreduktionen durch ganz bestimmte CDM-Projekttypen (nachhaltige Kocher, Öfen und Trockner). Die SBLs sollen schließlich dazu beitragen, die administrativen Kosten des Technologietransfers weiter zu senken. Die Institutionen wurden parallel auch mit den erforderlichen Qualitätsanforderungen und -Kontrollen (quality control and quality assurance – QA/QC) sowie den Verfahren zur Messung, Reporting und Verifizierung (MRV) im Zusammenhang mit derartigen Projekten vertraut gemacht. Dadurch kann trotz der methodischen Vereinfachung die Umweltintegrität derart gestalteter CDM Projekte weiterhin gewährleistet werden.
  • Schlussendlich führten die Aktivitäten zu Machbarkeitsstudien für nutzbare SBLs in Ruanda und Senegal, die auch für weitere Klimaschutzinstrumente verwendet werden können, wie beispielsweise für national angepasste Minderungsmaßnahmen (Nationally Appropriate Mitigation Actions – NAMAs).

Projektdaten

Land:
Ruanda, Senegal

Durchführungs­organisation:
Perspectives GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries,The Gold Standard Foundation

BMU-Förderung:
215.451 €

Projektlaufzeit:
11/2011 bis 06/2014

Internetauftritt(e):



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