Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Strategien ökosystembasierter Anpassung an den Klimawandel in Kolumbien und Ecuador

Stand: Oktober 2018

Ziel und Massnahmen

Das Vorhaben trägt dazu bei, die Klimawandel-Vulnerabilität der lokalen Gemeinden in den Projektregionen sowohl in Kolumbien als auch in Ecuador zu reduzieren. Es versucht dies durch die Integration des EbA-Ansatzes in relevante Politiken, Pläne und Strategien von Regierungsbehörden und die Umsetzung von Maßnahmen auf deren Grundlage zu erreichen. Lokal angemessene EbA Maßnahmen werden geplant und umgesetzt. Das Verständnis von Klimarisiken und Reaktionsfähigkeiten von nationalen und lokalen Behörden in beiden Projektländern werden über die Entwicklung von Kapazitäten gestärkt. Die Übernahme des EbA-Ansatzes durch Regierungsbehörden, den Privatsektor oder lokale Gemeinden wird über Politikinstrumente unterstützt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Bestehende Vulnerabilitätsanalysen der Länder sowie Klimadaten wurden ausgewertet und Informationslücken durch punktuelle Studien abgedeckt.
  • In beiden Ländern fand die Identifizierung, Bewertung und Priorisierung der EbA-Maßnahmen statt.
  • Die EbA-Maßnahmen in Kolumbien enthalten die Wiederherstellung von zwei Flussläufen in Cartagena und die Aufforstung von Teilen eines Mangrovenwaldes. In Cartagena befinden sich durch die Umsetzung der EbA-Maßnahmen insgesamt ca. 4.300 m² im Prozess der Wiederherstellung.
  • Die EbA-Maßnahmen in Ecuador fokussieren sich auf Agrobiodiversität, Ökotourismus, nachhaltiges Wassermanagement, nachhaltige Viehwirtschaft (besonders Ziegen) und die Ausweisung eines gemeinschaftlichen munizipalen Schutzgebietes. Für die Umsetzung von Agroforst-Aktivitäten in Pufferzonen des Trockenwaldes wurden 33.000 Pflanzen an Gemeinden übergeben. 167 Familien werden davon profitieren.
  • Die Capacity-Development-Programme wurden in beiden Ländern erarbeitet und mit den jeweiligen Partnern abgestimmt. Sie enthalten mehrere Module und richten sich an verschiedene Zielgruppen.
  • In Ecuador haben bisher 87 Personen aus 30 verschiedenen Einrichtungen an den Capacity-Development-Fortbildungen teilgenommen. Ein thematischer Schwerpunkt ist die Verankerung in Planungsinstrumenten öffentlicher Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen. U.a. ist eine Übernahme in das Fortbildungsprogramm für Schulen in der Provinz Manabí beabsichtigt.
  • In Kolumbien fanden bisher 17 Fortbildungsworkshops mit mehr als 1000 Personen statt. In Cartagena haben mehr als 30 Privatunternehmen an drei Fortbildungskursen teilgenommen. Die Stadtverwaltung möchte hierbei den Privatsektor sensibilisieren, den EbA-Ansatz als Teil der Unternehmensstrategien umzusetzen.
  • Für das Arbeitspaket „Mainstreaming und Upscaling von EbA“ wurde in Ecuador das Wassereinzugsgebiet Portoviejo gewählt. Weiterhin erarbeitete das Vorhaben mit den Partnern Richtlinien für die Integration des EbA-Ansatzes in Planungsinstrumente auf Provinzebene.
  • In Kolumbien wurden für das Upscaling zwei EbA-Maßnahmen in der Provinz Córdoba umgesetzt: Wiederherstellung der Wasserkanäle des Flusses Sinú und Bau von Gewächshäusern für kleinbäuerliche Familien. Darüber hinaus wurden für Cartagena Konzepte für die Integration von nachhaltigem Wassermanagement in Raumordnungspläne und für einen Kompensationsmechanismus für Großveranstaltungen als Finanzierungsinstrument für EbA-Maßnahmen erarbeitet.
  • Der nationale Anpassungsplan Kolumbiens, der den EbA-Ansatz enthält, ist seit 2017 auf der Webseite des Nationalen Planungsministeriums virtuell aufbereitet: www.dnp.gov.co/…
  • In beiden Ländern hat das Vorhaben mit den Partnern Kommunikationsstrategien erarbeitet und setzt diese derzeit um. Sie beinhalten Veranstaltungen zum regionalen Erfahrungsaustausch, Videos, Webartikel, Publikationen und Nachrichten in sozialen Medien. In Kolumbien ist 2018 die Veröffentlichung einer Publikation zu EbA und eines Handbuchs zum Capacity-Development-Programm geplant.
  • Das Vorhaben steht im kontinuierlichen Austausch mit anderen IKI- und GIZ-Vorhaben in der Region, u.a. durch Besuche von Veranstaltungen in Mexiko, Peru und Panama. Die Projekterfahrungen sollen im Juli auf der internationalen Konferenz „Adaptation Futures 2018“ vorgestellt werden. Hierfür wurden bereits zwei Nebenveranstaltungen reserviert, die vom kolumbianischen Umweltministerium organisiert werden.
  • Darüber hinaus hat das Vorhaben in Kolumbien wertvolle Allianzen mit verschiedenen Akteuren bilden können, darunter lokale Nichtregierungsorganisationen, Hochschulen, eine Universitäts-Beraterfirma, die Handelskammer von Cartagena und der Nationale Verband der Werbeagenturen.

Projektdaten

Land:
Ecuador, Kolumbien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Ecuador, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • International Union for Conservation of Nature (IUCN) - Ecuador,Ministry of Environment - Ecuador,Research Institute for Marine and Coastal Areas (INVEMAR) - Colombia

BMU-Förderung:
3.300.000 €

Projektlaufzeit:
09/2014 bis 09/2018

Internetauftritt(e):



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