Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien - 18_III_106 - 10202 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt soll zur Reduzierung von CO2, einer Walderhaltung, der Wiederherstellung degradierter Landschaften (FLR) sowie einer Verbesserung von Lebensqualität im ländlichen Raum beitragen und den Friedensprozess fördern. Das Vorhaben wird sich auf die nationale REDD+-Strategie, NDCs und friedensstiftende Aktivitäten durch Etablierung nachhaltiger Landnutzungssysteme (SLUS) auswirken - speziell von Agrar- und Rinderhaltungssystemen. Um Effizienz zu erhöhen die Systeme auf lokale Umstände zugeschnitten und auf der Grundlage von wichtigen Wertschöpfungsketten gestaltet. Strategien für eine Skalierung werden im nächsten Schritt erarbeitet, um die Etablierung der meist versprechendsten Landnutzungssysteme zu fördern (mit monetären sowie nicht-monetären Anreizen). Zielgruppen sind Landwirte, welche in Gebieten leben, die Vorrang sowohl hinsichtlich einer Kohlenstoffspeicherung als auch Landschaftsrenaturierung haben und gleichzeitig von bewaffneten Konflikten betroffen oder bedroht sind.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Alle Mitglieder des Projektteams und Vertreter*innen von Durchführungspartnern nahmen am Kick off-Meeting (13. bis 15. März 2019) in Kolumbien teil.
  • Das Projektteam traf sich dreimal offiziell mit MADS-Vertreter*innen zu Koordinierungszwecken. Darüber hinaus nahmen die beiden Ministerien MADS und MADR an der Auftaktsitzung des Projekts teil, um die regionalen Knotenpunkte für die Entwicklung nachhaltiger Landnutzungsysteme (Sustainable Land Use Systems, SLUS)- und Wertschöpfungsstrategien zu diskutieren.
  • Die Regionen Caquetá und Cesar wurden von dem Projekt (zusammen mit MADS und MADR sowie mit der Behörde für territoriale Erneuerung (ART) als die beiden regionalen Pilotregionen priorisiert, um dort SLUS zu testen. Mit diesen Institutionen sollen auch Regionen für die Wiederbewaldung ermittelt werden.
  • Das Projekt wurde am 18. März 2019 in Bogotá der Öffentlichkeit vorgestellt. Vertreter*innen der Regierung, internationaler Organisationen, Produzenten, NROs, Botschaften und Universitäten nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die Teilnehmer*innen ermittelten Bereiche für eine mögliche Zusammenarbeit, beispielsweise durch die Übernahme einiger der vom "Alto Comisionado para la Paz" entwickelten Indikatoren.
  • Die Umsetzung der Projektaktivitäten hat begonnen. In naher Zukunft wird erwartet, dass das Projekt nicht nur die klimapolitischen Prozesse Kolumbiens, sondern auch globale Klimadialoge beeinflusst. Zum Beispiel informiert das Projekt über die Bemühungen der Regierung und auf Dialogplattformen verschiedener Stakeholder, um Zero-Deforestation-Maßnahmen in landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten zu fördern. Im Einzelnen informiert eine Baseline-Studie zum Kakaosektor, die mit Unterstützung des Projekts entwickelt wurde, über das Konzept der Strategie zur Umsetzung der kürzlich eingeführten Initiative Cocoa, Forest und Peace.
  • Das Deutsche Thünen-Institut führte ein Schulungsprogramm zur Modellierung von SLUS durch. Ziel war die Vorbereitung und Verbesserung der institutionellen Kapazitäten zur Bewertung der wirtschaftlichen Leistung von SLUS im Zusammenhang mit der Viehzucht in den vorrangigen Regionen des Projekts.
  • Die Projektmitarbeiter*innen beteiligen sich am kolumbianischen "Roundtable for Sustainable Cattle Ranching", um einen Beitrag zum NAMA für nachhaltige Rinderhaltung zu leisten, welcher von der kolumbianischen Regierung entworfen wird. Auf Nachfrage der Regierung fungiert das Projekt als Sekretariat für das "Zero deforestation value chain agreement" im Milchsektor und ist auch an entsprechenden Vereinbarungen im Cacao- und Rindfleischsektor beteiligt. Das ZALF führte in Deutschland einen workshop zu SLUS und komplexen Szenarien in Kolumbien durch und hat eine Arbeitsgruppe zu Schlüsselindikatoren für "environmental peacebuilding" eingerichtet. --

Projektdaten

Land:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
International Center for Tropical Agriculture (CIAT)

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e.V.) (IÖR) - Deutschland,Research Center for Sustainable Agricultural Production Systems (CIPAV) - Colombia,Research Center for Sustainable Agricultural Production Systems (CIPAV) - Colombia

BMU-Förderung:
5.199.957,75 €

Laufzeit:
11/2018 bis 10/2022