Unterstützung der Klimaneutralitätsstrategie Costa Ricas als Modell für Low-Carbon Development (Phase II) - 15_I_237 - 818 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung der Klimaneutralitätsstrategie Costa Ricas als Modell für Low-Carbon Development (Phase II)

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt unterstützt die Regierung Costa Ricas dabei, sein ambitioniertes Ziel zu erreichen, bis 2021 klimaneutral zu sein. Gemeinsam werden dafür Instrumente weiterentwickelt und notwendiges Wissen aufgebaut. So fördert das Projekt die langfristige emissionsarme Entwicklung des Landes in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der nationalen Gesetze und institutionellen Prozesse, aber auch ein funktionsfähiges Monitoring-System. Darüber hinaus sollen Anreize für klimaschonendes Wirtschaften erprobt und gleichzeitig zusätzliche Finanzierungsoptionen für Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet werden. Das Projekt baut auf den Arbeiten eines Vorgängervorhabens auf. Seit 2009 wurden bereits nennenswerte Fortschritte erzielt, z.B. im Aufbau handlungsfähiger Regierungsinstitutionen und in der Entwicklung von wirksamen Klimaschutzmaßnahmen (z.B. NAMA-Vorschläge im Kaffee- und Transportsektor). Die Erfolge Costa Ricas auf seinem Weg zu einer emissionsarmen Wirtschaftsentwicklung sollen gleichzeitig in Lateinamerika und darüber hinaus bekannt gemacht werden, da es anderen Ländern als Vorbild dienen kann.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Beratung des Umweltministeriums zur Einrichtung des zivilgesellschaftli-chen Klima-Beirats (Consejo 5C) mit Vertreter*innen von u. a. Indigenen, Frauen, NGOs, Gewerkschaften und Wirtschaft. Im Februar 2018 wurde dieser Klima-Beirat offiziell ins Leben gerufen; mittlerweile tagt er regel-mäßig und hat einen Arbeitsplan erarbeitet.
  • Der Wissenschaftsrat 4C wurde vereidigt und nahm Anfang 2019 seine Arbeit auf.
  • Dialogformate mit dem Privat- und Finanzsektor (u.a. nehmen Purdymotor (Toyota), BAC Credomatic, HOLCIM, FIFCO, Florex, die Banken- und die Versicherungsaufsichtsbehörden) werden erfolgreich umgesetzt, um Beiträge zur NDC-Umsetzung Costa Ricas zu leisten.
  • In Zusammenarbeit mit dem Globalvorhaben VICLIM (16_I_243_Global_G_VICLIM) wurde eine Studienreise nach Mexiko organisiert, um einen Erfahrungsaustausch zu Klimawandel zwischen Gemeindevertretern zu Themen wie Klimagovernance, MRV, vertikale Integration von Klimapolitiken, Abfallwirtschaft, Mobilität und Umweltschutz zu führen.
  • Während eines Side Events der Pre-COP im Oktober 2019 werden die ersten sieben Gemeinden des Landes für die erfolgreiche Berechnung ihrer Treibhausgasinventare ausgezeichnet.
  • Das Schlüsselprojekt leistete wichtige Unterstützung bei der Entwicklung und Verfassung des nationalen Dekarbonisierungsplans durch die Organisation von Konsultationsformaten, welche zentrale Sektoren und Akteure einbezogen.
  • Das Vorhaben nimmt innerhalb der durch die GIZ in Costa Rica und anderen Akteuren umgesetzten Vorhaben eine zentrale Wissensmanagementfunktion sowie in der Bündelung von laufenden Beratungs- und Unterstützungsprozessen gegenüber den Counterparts ein.
  • Aktuell wird mit dem Vorhaben SPA zu den von Costa Rica beantragten Mitteln aus der CAEP-Initiative (Climate Action Enhancement Package), deren effiziente Umsetzung koordiniert.
  • Das Vorhaben hat in Zusammenarbeit mit dem Work Stream Good Practices in Urban Waste Management ein Webinar über Erfahrungen in Finanzierungen von Klimaschutzmaßnahmen auf lokaler Ebene durchgeführt.
  • MitarbeiterInnen des Vorhabens beteiligen sich außerdem an den regionalen Workstreams Daten/Blockchain und NDC Umsetzung.-- Eine Anleitung zum korrekten Umgang mit Kühlmitteln in Kühl- und Kältesystemen für Unternehmen und Gemeinden wurde in Zusammenarbeit mit dem Vorhaben Cool Contributions (15_I_242_Global_G_Cool Contributions C4) entwickelt: cambioclimatico.go.cr/…
  • Die Klimaplattform des Klimasekretariats wird stetig mit neuen Informationen bestückt: www.cambioclimatico.go.cr.
  • 16.10.2019: Lancierung des Finanzierungsfonds für Abfallmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen und Gemeinden gemeinsam mit der Stiftung CRUSA.

Projektdaten

Land:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

BMU-Förderung:
4.500.000 €

Laufzeit:
05/2015 bis 12/2019

Internetauftritt(e):

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