Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung der Klimaneutralitätsstrategie Costa Ricas als Modell für Low-Carbon Development (Phase II)

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Das Projekt unterstützt die Regierung Costa Ricas dabei, sein ambitioniertes Ziel zu erreichen, bis 2021 klimaneutral zu sein. Gemeinsam werden dafür Instrumente weiterentwickelt und notwendiges Wissen aufgebaut. So fördert das Projekt die langfristige emissionsarme Entwicklung des Landes in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der nationalen Gesetze und institutionellen Prozesse, aber auch ein funktionsfähiges Monitoring-System. Darüber hinaus sollen Anreize für klimaschonendes Wirtschaften erprobt und gleichzeitig zusätzliche Finanzierungsoptionen für Klimaschutzmaßnahmen erarbeitet werden. Das Projekt baut auf den Arbeiten eines Vorgängervorhabens auf. Seit 2009 wurden bereits nennenswerte Fortschritte erzielt, z.B. im Aufbau handlungsfähiger Regierungsinstitutionen und in der Entwicklung von wirksamen Klimaschutzmaßnahmen (z.B. NAMA-Vorschläge im Kaffee- und Transportsektor). Die Erfolge Costa Ricas auf seinem Weg zu einer emissionsarmen Wirtschaftsentwicklung sollen gleichzeitig in Lateinamerika und darüber hinaus bekannt gemacht werden, da es anderen Ländern als Vorbild dienen kann.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Beratung des Umweltministeriums zur Einrichtung eines zivilgesellschaftlichen Klima-Beirats (Consejo 5c) mit Vertreter*innen von u. a. Indigenen, Frauen, NGOs, Gewerkschaften und Wirtschaft. Im Februar 2018 dieser Klima-Beirat offiziell ins Leben gerufen, tagt mittlerweile regelmäßig und hat einen Arbeitsplan erarbeitet.
  • Zusammen mit dem nationalen Versicherungsregulierer SUGESE wurde ein Planungsworkshop zum Thema Klimarisiken veranstaltet, bei dem der Zugang zu Klimadaten als zentrales Thema für die Weiterentwicklung von Klimarisikoversicherungsmechanismen identifiziert wurde.
  • Mit der nationalen Bankenaufsicht SUGEF wird eine Methode zum Monitoring von Klimafinanzierung im Bankensektor erarbeitet. Ziel ist es, die Komponente „Klimafinanzierung“ im nationalen Klima-Monitoringsystem SINAMECC schrittweise mit Informationen zu bestücken.
  • Co-Organisation und Co-Finanzierung der „Nationalen Umweltmesse Costa Rica (Feria Ambiental 5. – 7.6.2018 des Umweltministeriums MINAE). Gemeinsam mit den BMU finanzierten Vorhaben Biocorredores, MiTransporte und NSP Café wurden in Eröffnungsreden (Key Note Speakers), Themenworkshops, Paneldiskussionen und einem gemein-samen Info-Stand die Themen Elektromobilität, „Resilient Cities“, klima-freundliche Kaffeeproduktion, Biokorridormanagement an mehr als 5000 Besucher vermittelt: biocorredores.org/…
  • Erfolgreiche Projekte zur Reduzierung von Emissionen auf subnationaler Ebene (Munizipien) werden vom Projekt systematisiert und aufbereitet zur Einspeisung in den nationalen und regionalen Dialog.
  • Pilotierung von Klimaschutz auf subnationaler Ebene mit Gemeinden und Privatsektor zu integriertem Abfallmanagement-- Unterstützung des nationalen Programms zur Zertifizierung von klima-freundlichen Unternehmen (Programa Pais)-- Erarbeitung einer Methodologie zur Messung des CO2- und Wasser-Fußabdrucks im Bananensektor (zusammen mit FAO)

Projektdaten

Land:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

BMU-Förderung:
4.500.000 €

Projektlaufzeit:
05/2015 bis 12/2019

Internetauftritt(e):



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