Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung der Nitric Acid Climate Action Group (NACAG)

Stand: Juni 2019

Ziel und Massnahmen

Mit der Umsetzung der Nitric Acid Climate Action Group (NACAG) - Initative wurden die GIZ und die Weltbank beauftragt. Die GIZ verantwortet das Sekretariat des Aktionsbündnisses, übernimmt die fachliche Beratung und finanziert in berechtigten Partnerländern die Technik zur Reduktion von Lachgasemissionen mithilfe von Finanzierungsverträgen. Dies erfolgt im Rahmen eines IKI-Vorhabens. Fokus der GIZ sind Anlagen, die bisher noch nie über Minderungstechnik verfügten. Die Weltbank wurde beauftragt eine Auktionierungs-Fazilität (Nitric Acid Climate Auction Program; NACAP) aufzubauen, um komplementär zum Ansatz der GIZ den Weiterbetrieb bzw. die Wideraufnahme von Lachgasvermeidung unterstützen, in dem Minderungszertifikate (CER) aus bereits implementierten aber ggf. nicht mehr funktionierenden Minderungsprojekten angekauft werden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Deklaration der NACAG wurde von Argentinien, der Föderation Bosnien und Herzegowina, Indonesien, Jordanien, Mexiko und Tunesien unterzeichnet. Diese Länder haben somit formell ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet.
  • Nach erfolgter Unterzeichnung der Verpflichtungserklärung (Statement of Undertaking) durch Tunesien wird derzeit der Finanzierungsvertrag zur Inbetriebnahme von effizienter. Minderungstechnik vorbereitet. Das Land hat sich verpflichtet, den Salpetersäuresektor dauerhaft emissionsarm zu halten und entsprechende Regulierungen einzuführen. Bei erfolgreicher Umsetzung ist hier ein Minderungspotential von 500.000 Tonnen CO2eq realisierbar.
  • Einige Unternehmen haben sich bereits auf Förderung für den Einbau von Minderungstechnik durch die NACAG beworben, darunter Unternehmen aus Tunesien, Thailand, Simbabwe und Kolumbien. Dies zeigt Unterstützung der Privatwirtschaft für die Initiative.
  • Das NACAG Sekretariat unternahm Reisen nach Ägypten, Algerien, Argentinien Indien, Indonesien, Kasachstan, Turkmenistan, Sambia, Simbabwe und Südafrika, um den jeweiligen Umweltministerien und Anlagenbetreibern die NACAG vorzustellen und die Unterzeichnung der politischen Verpflichtungserklärung vorzubereiten.
  • Auch Länder, die keine finanzielle Unterstützung erhalten können, sowie internationale Chemiekonzerne, stehen mit dem Sekretariat der NACAG zum Thema Minderung von Lachgasemissionen im Austausch.
  • Intensiver Austausch besteht auch mit China, obwohl keine direkte finanzielle Unterstützung möglich ist.
  • Das Auktionsprogramm, welches in Zusammenarbeit mit der Weltbank durchgeführt wird, stößt insbesondere von Seiten der Privatwirtschaft auf großes Interesse. Die Teilnehmerzahlen bei informativen Webinars nehmen kontinuierlich zu.
  • Die Initiative wurde bei der India Climate Policy and Business Conclave vorgestellt und mit großem Interesse aufgenommen.
  • Internetpräsenz (www.nitricacidaction.org) und Kurzfilm zur Initiative wurden und werden stetig aktualisiert.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Algerien, Argentinien, Bosnien und Herzegovina, China, Georgien, Indien, Jordanien, Kasachstan, Kolumbien, Kuba, Mexiko, Pakistan, Peru, Sambia, Serbien, Simbabwe, Südafrika, Thailand, Türkei, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

BMU-Förderung:
50.727.000 €

Laufzeit:
11/2016 bis 09/2021

Internetauftritt(e):

Factsheet:
Flyer: Nitric Acid Climate Action Group (NACAG) - Englisch



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