Verbesserte Climate Services für Infrastrukturinvestitionen (CSI) - 17_II_143 - 9948 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Verbesserte Climate Services für Infrastrukturinvestitionen (CSI)

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Entwicklungs- und Schwellenländer haben einen steigenden Bedarf an physischer Infrastruktur, um eine wachsende Bevölkerung mit Energie und Wasser zu versorgen, sowie das Transportwesen nachhaltig zu gestalten. Allerdings werden Klimarisiken und damit verbundene Kosten bisher zu selten bei der Planung von Infrastrukturprojekten berücksichtigt. Ziel des CSI Vorhabens ist es deshalb, Behörden und Entscheidungsträger in Partnerländern zu beraten, bedarfsgerechte Klimainformationen- und Risikobewertungen (Climate Services) in der Investitionsplanung zu verwenden. Klimarisiken sollen somit erkannt und eine Basis für finanzierbare und nachhaltige Anpassungsoptionen geschaffen werden. Das Projekt verbessert Klimainformationen und die Erprobung von digitalen Anwendungen zur Schaffung eines Marktes für Klimadienstleitungen, es bewertet Klimarisiken (u.a. Brücke, Sperrwerk, Stromnetz) und es erstellt Richtlinien zur nationalen Verankerung von Klimarisikobewertungen in der Investitionsplanung.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt in der Durchführung
  • Beratung zur Verbesserung einer Wertschöpfungskette, um Klimainformationen bedarfsgerecht auf die Nutzung für Klimarisikobewertungen anzuwenden. Dazu wurde das bisherige Angebot und die Nutzung von Klimainformationen erhoben. Mit Partnern wird derzeit die Einführung einer digitalen Anwendung (ClinfoMATE) zur Schaffung eines Marktes für Klimadienstleitungen erprobt.
  • Durchführung von pilothaften Klimarisikobewertungen unter Einbeziehung verschiedener nationalstaatlicher, lokaler und privater Akteure. Bewertet wurden u.a. eine existierende Brücke in Costa Rica, ein geplantes Wassersperrwerk im Mekong Delta in Vietnam, sowie ein Containerterminal eines Hafens und ein Stromversorgungsnetz aus Hochspannungsleitungen für erneuerbare Energien in Brasilien.
  • Erfahrungen wurden 2018 auf den Zwischenverhandlungen in Bonn sowie der Weltklimaverhandlungen in Kattowitz mit Partnern aus Costa Rica, Vietnam, dem DWD und der WFEO öffentlich diskutiert.
  • 6/2019: Offizieller GIZ Side Event und CSI-WMO Side Event bei SB50 in Bonn
  • 2019: Praktische Resultate der Risikoanalysen können nun bereits z.T. für konkrete Anpassungsplanungen verwandt werden. Zudem sind 2019 die CSI Projektpartner (politische Entscheider) bei der Erstellung von Handreichungen und Richtlinien beraten worden, wie sich Klimainformationen und Risikobewertungen in Investitionsplanungsprozesse z.B. in Verbindung mit Umweltverträglichkeitsprüfungen staatlich verankern lassen. Parallel dazu erfolgten Trainingsmaßnahmen, um Umsetzungs- und Anwendungskapazitäten dauerhaft zu verbessern.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Äthiopien, Brasilien, Burundi, Costa Rica, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil, Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica, Ministry of Planning and Investment - Viet Nam, Nile Basin Initiative (NBI)
  • Deutscher Wetterdienst (DWD),Ministry of Environment - Brazil,Nile Basin Initiative (NBI)

BMU-Förderung:
5.300.000 €

Laufzeit:
03/2017 bis 02/2020

Internetauftritt(e):

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