Vertikal integrierter Klimaschutz (VICLIM) - 16_I_243 - 984 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Vertikal integrierter Klimaschutz (VICLIM)

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

In vielen Ländern verfügen klimapolitische Entscheidungsträger auf nationaler und subnationaler Ebene noch nicht über ausreichende Kapazitäten und beispielhafte Erfahrungen, um die Minderungspotenziale von Städten zu analysieren und systematisch in nationalen Klimaschutzbemühungen einzubauen. Das Projektziel ist daher, die Kapazitäten klimapolitischer Entscheidungsträger und Institutionen zur Ausschöpfung subnationaler Minderungspotenziale als Beitrag zu einer ambitionierten sowie integrierenden nationaler Klimaschutzpolitik zu stärken. Dafür sollen in den Partnerländern: a) Rahmenbedingungen für die Umsetzung subnationaler Minderungsaktivitäten verbessert, b) existierende, kommunale Ansätze gefördert, c) an der deutschen "Nationalen Klimaschutzinitiative" (NKI) orientierte Maßnahmen konzipiert und d) internationale Lernprozesse initiiert werden. Austausch- und Dialogformate sowie die Zusammenarbeit mit etablierten klima- und stadtrelevanten Netzwerken/Plattformen ergänzen das Projekt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In Mexiko steht seit 2018 eine „Toolbox für subnationale Beiträge zu den NDC“ zur Verfügung. Sie beinhaltet Materialien zum aktuellen Stand der kommunalen und bundesstaatlichen Klimapolitiken und -instrumente, Trainingsmaterialien, Good Practices und Info-Videos.
  • Mexikos Nationale Kommission für Energieeffizienz (CONUEE) möchte die Gründung von Kommunalen Energieeffizienznetzwerken vorantreiben. Das entsprechende Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative Deutschlands (NKI) dient als Beispiel. Eine Orientierung mit Empfehlungen wurde erstellt. Im Mai 2019 fand ein nationales Symposium statt mit Vorträgen des Deutschen Instituts für Urbanistik und der Deutschen Energieagentur. Der Bundesstaat Jalisco verfügt über einen neuen Leitfaden für kommunale Klimaaktionspläne, die Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen integrieren; dieser wird 2019 in der Küstenstadt Puerto Vallarta pilotiert; über Webinare und einen Blog verfolgen andere Kommunen den Prozess.
  • Costa Rica veröffentlichte 2017 das Programm zum kommunalen Beitrag zur nationalen Niedrigemissionsstrategie (Programa País Carbono Neutralidad Categoría Cantonal, PPCNC), in dessen Rahmen sich Kommunen für ihre Fortschritte im Klimaschutz zertifizieren lassen können. 6 Kommunen haben Ende 2018 Treibhausgas (THG)-Inventare erstellt, somit das erste Zertifikat innerhalb des PPCNC erhalten, und daraufhin Minderungsmaßnahmen identifiziert. Das Projekt hat hierbei unterstützt und begleitet sie nun auch bei der Entwicklung ihrer Klimaschutzpläne (zweites Zertifikat) sowie von Machbarkeitsstudien für einzelne Maßnahmen. Zusammen mit dem IKI-Projekt Acción Clima II wird ein Wettbewerb unter Kommunen für weitere THG-Inventare durchgeführt. 14 wurden aus insgesamt fast 50 Bewerbern aus den landesweit 82 Gemeinden ausgewählt.
  • In Indonesien unterstützt das Projekt das nationale Planungsministerium (BAPPENAS) in seiner Rolle, nationale und sub-nationale Klimaschutzplanung zu koordinieren. In halbjährlichen Workshops überprüfen und aktualisieren die 34 Provinzen ihre Minderungspläne, deren Abbildung in den 5-Jahresplänen und erfassen die Wirkungen der Maßnahmen auf der Monitoring-Plattform „PEP-Online“. Das Projekt unterstützt BAPPENAS auch bei der Umsetzung der neuen Strategie zur kohlenstoffarmen Entwicklung (LCDS). Für div. Sektoren wurden Leitfäden für die Erstellung der neuen Low Emission Carbon Development Pläne (PPRKs) erstellt; das Projekt hat speziell den Leitfaden für den Abfallsektor in Provinzen mitentwickelt. Zudem wurde ein Planungsinstrument für das Abfallmanagement auf kommunaler Ebene entwickelt.
  • Im September 2018 gab das Umweltministerium Georgiens den Kick-Off zur Erstellung des nationalen Klimaaktionsplanes; Kommunen sind von Anfang an in den Prozess mit einbezogen und kommunale Vertreter nehmen an den sektoralen Arbeitsgruppen teil. Eine Charta für das geplante nationale Klimawandel-Komitee soll die Vertretung der Kommunen institutionalisieren. --

Projektdaten

Land:
Costa Rica, Georgien, Indonesien, Mexiko, Südafrika

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa, Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica, Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico, Ministry of Environment and Natural Resources Protection - Georgia, State Ministry of National Development Planning (BAPPENAS) - Indonesia
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa,ICLEI - Local Governments for Sustainability e.V.,Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica,Ministry of Environment and Forestry - Indonesia,Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico,Ministry of Environment and Natural Resources Protection - Georgia

BMU-Förderung:
3.200.000 €

Laufzeit:
08/2016 bis 07/2020

Internetauftritt(e):