Wasser- und Abwasserunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität (WaCCliM) - 13_I+_023 - 676 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Wasser- und Abwasserunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität (WaCCliM)

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt unterstützt die Verbesserung der CO2-Bilanz von Wasser- und Abwasserunternehmen in Mexiko, Peru, Thailand und Jordanien. Dazu führt es in Pilotunternehmen Technologien ein, die den Treibhausgasausstoß reduzieren, wie zum Beispiel Wasserverlustreduktion, energieeffiziente Pumpen, Biogaserzeugung und Düngemittelgewinnung aus Abwasser. Auf nationaler Ebene berät das Projekt die Länder dabei, Finanzierungsmechanismen und politische Rahmenbedingungen für die Replikation der Demonstrationsprojekte zu schaffen. Über ein Wissensmanagement zwischen den Pilotunternehmen, nationale und regionale Verbände sowie eine Internet-basierte Wissensplattform werden Treibhausgas-reduzierende Technologien weiterentwickelt und verbreitet. Damit trägt das Projekt auch dazu bei, Klimaschutzansätze für Wasser- und Abwasserunternehmen international zu verbreiten und zu verbessern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auswahl von geeigneten Wasser- und Abwasserunternehmen (WAU) anhand im Projekt entwickelter Kriterien
  • Baseline-Studien zum Minderungspotential, den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen
  • Analysen über verfügbare Maßnahmen zur THG-Minderung und deren Anpassung auf lokale Bedingungen
  • Beratung der WAU bei der Identifizierung, Finanzierung und Implementierung von Demonstrationsprojekten
  • Beratung zur Entwicklung von Monitoringsystemen und landesspezifischen Finanzierungsmechanismen
  • Entwicklung internationaler Leitfäden und Handreichungen
  • Errichtung einer internetbasierten Lern- und Informationsplattform für CO2-Neutralität von WAU
  • Unterstützung der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDC) in den Partnerländern an der Schnittstelle Wasser und Energie
  • Entwicklung des "Energy performance and Carbon Assessment and Monitoring" (ECAM)-Tool und Trainingsmaterial dazu veröffentlicht
  • Personalschulungen für WAU in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländern hinaus durchgeführt
  • Mehr als 320 Personen aus WAU wurden in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländer hinaus geschult
  • Energie- und THG-Einsparungen durch Betriebs- und Verfahrensoptimierungen der Pilotanlagen
  • Installation von energieeffizienten Pumpen mit Frequenzumrichtern senken Energieverbrauch und THG-Emissionen in Madaba (Jordanien)
  • Durch eine optimierte Klärschlammbehandlung in Cusco (Peru) werden jährlich 5.300 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, was ca. 2.200 Rundflügen Lima-Frankfurt-Lima einer Person entspricht
  • Reduzierung von 2.500 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr durch die Erhöhung des Anschlussgrades an die Kläranlage, dadurch 40% Reduzie-rung der THG-Emissionen im Pilotunternehmen in San Francisco del Rincón (Mexiko)
  • Unterstützung bei der Entwicklung eines NAMA-Vorschlags im Wassersektor in Jordanien
  • Projekt auf zahlreichen nationalen sowie internationalen Veranstaltungen, Treffen und Konferenzen präsentiert (z.B. Side Event auf COP23, IWA World Water Congress and Exhibition 2018, Weltwasserwoche in Stockholm im August 2018, WWF8 in Brasilien März 2018, IFAT in München Mai 2018, Arab Water Week Jordanien 2019)

Weiterführende Links

Projektdaten

Land:
Jordanien, Mexiko, Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Housing, Construction and Sanitation - Peru
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand
  • Ministry of Water and Irrigation - Jordan

BMU-Förderung:
10.500.000 €

Laufzeit:
12/2013 bis 12/2022

Internetauftritt(e):