Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Wiederherstellung von Kakaoplantagen und Waldökosystemen durch die Pflanzung von Schattenbäumen im Hochwald von Ghana.

Stand: Juni 2019

Ziel und Massnahmen

Das Projekt fördert die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung von Waldressourcen im Hochwald von Ghana. Es arbeitet mit Kakaounternehmen, Kleinbauern und lokalen Behörden zusammen, um degradierte Kakaoplantagen und Waldökosysteme wiederherzustellen. Durch die Ausbreitung des Kakaoanbaus, geringe Produktivität, Ernährungsunsicherheit und eine ungenügende Kontrolle des Forstsektors ist der ghanaische Hochwald besonders von Entwaldung bedroht. In Zusammenarbeit mit Unternehmen sollen entwaldungsfreie Lieferketten entwickelt werden. Zudem werden Maßnahmen zur strategischen Planung umgesetzt und ein System zur Landnutzungsplanung entwickelt, das es Behörden ermöglichen soll, eine bessere Balance zwischen der Ausbreitung des Kakaoanbaus und dem Schutz der Wälder zu finden. Gleichzeitig werden Maßnahmen für eine großflächige, ökologisch intakte und sozial gerechte Wiederherstellung kleinbäuerlicher Agroforstwirtschaftssysteme (mit einheimischen Baumarten) umgesetzt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt unterstützt Kleinbauern im Hochwald von Ghana dabei, ökologische und klimafreundliche Kakaoanbaumethoden in einem integrierten Landnutzungssystem anzuwenden. --Über 1.800 begünstigte Landwirte setzen Kakao-Agroforstsysteme mit empfohlenen Schattenbäumen in 25 Gemeinden um
  • Es wurden vier Gemeindebaumschulen errichtet, die über 2,4 Millionen Pflanzmaterialien produzierten, darunter Kakaosetzlinge, Kochbananensetzlinge und einheimische Baumarten. Über 70% der begünstigten Landwirte sind entweder mit RA/UTZ- oder Fairtrade-Zertifizierung registriert
  • Das Projekt hat Landnutzungspläne für 15 Gemeinden mit einer Gesamtfläche von 29.000 Hektar entwickelt
  • Die Verkündung von Richtlinien für das District Wide Community Resource Management Area (CREMA) wurde im Rahmen des Projekts Shaded Cocoa Agroforestry Systems (SCAFS) gefördert. Das SCAFs-Projekt in Zusammenarbeit mit Touton (einem privaten Partner) und die technische Unterstützung von Satelligence, einem Unternehmen für Fernerkundung und Waldüberwachung, konnten den Kakao vom offenen Wald genau abgrenzen, verschiedene Schattierungen von Kakao-Agroforst identifizieren, Entwaldung im Zusammenhang mit Kakao erkennen und illegale Kakaoanbauflächen in Waldreservaten aufzeigen.
  • Fünf private Unternehmen (zwei unterzeichnete MoUs) haben Interesse an der Nutzung von den im Rahmen des Projekts entwickelten Landnutzungs-/Deckungsänderungskarten bekundet, um Null-Entwaldung in ihren Lieferketten zu überwachen.
  • SNV und das Centre for International Forestry Research (CIFOR) führten im Rahmen des Vorhabens Feldstudien durch, um die frühen Auswirkungen und Hindernisse für die Einführung von klimafreundlichem Kakao zu bewerten. Vorläufige Ergebnisse deuten darauf hin, dass einige Landwirte aufgrund des Mangels an Haushaltsarbeitskräften, der Zufriedenheit mit den derzeitigen Ertragsraten und der Zurückhaltung, kurzfristig auf eine wichtige Einkommensquelle zu verzichten, nur ungern klimafreundlichen Kakao einführen.
  • Die Partnerschaft für den Wald (P4F) hat eine zweite Phase des von SNV und weiteren Konsortialpartner gemeinsam umgesetzten Vorhabens „Partnership for Productivity, Protection and Resilience in Cocoa Landscapes Phase (3PRCL_II)“ genehmigt.

Projektdaten

Land:
Ghana

Durchführungs­organisation:
SNV Netherlands Development Organisation - Ghana

Partnerinstitution(en):
  • Forestry Commission - Ghana
  • Cocoa Research Institute of Ghana,Forestry Commission - Ghana

BMU-Förderung:
1.393.476 €

Laufzeit:
01/2016 bis 12/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

14.02.2019Film: Ghana: Das Sterben der Kakaoplantagen

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