Wissenschaftsbasierte Unterstützung nationaler Anpassungsplan (NAP) -Prozesse in frankophonen LDC in Subsahara-Afrika - 16_II_135 - 951 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Wissenschaftsbasierte Unterstützung nationaler Anpassungsplan (NAP) -Prozesse in frankophonen LDC in Subsahara-Afrika

Stand: August 2019

Ziel und Maßnahmen

Ziel des Regionalvorhabens ist es, Kapazitäten zur wissenschaftsbasierten und wirkungsorientierten Durchführung und Implementierung von Nationalen Anpassungsplanung (NAP)-Prozessen aufzubauen. Dies geschieht durch vier Handlungsfelder: 1) Aufbau der Steuerungskapazitäten der Regierungen zur Gestaltung und Implementierung von NAP-Prozessen; 2) Konsolidierung der notwendigen wissenschaftlichen Informationen; 3) Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln für die im NAP-Prozess identifizierten Prioritäten; und 4) Einrichtung einer frankophonen regionalen Austauschplattform, und Einspeisung der Ergebnisse des Vorhabens in die internationale Klimadebatte. Die direkten Zielgruppen des Projekts sind die für die Koordinierung der NAP-Prozesse zuständigen Ministerien. Des Weiteren profitieren weitere Ministerien sowie Meteorologische Institute und Hochschulen. Traditionelles Wissen indigener Gemeinschaften soll ebenfalls in die NAP-Prozesse integriert werden.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Am 09. und 10. März 2017 wurde in Grand-Popo in Benin die offizielle Auftaktveranstaltung des Projekts in Benin durchgeführt – Das erste französischsprachige Forum zum NAP-Prozess fand Ende August zu den Themen „Integration von Anpassung in Budgetierungsprozesse und Strategische Kommunikation“ statt. 11 Länder nahmen teil. Das Forum wurde in Zusammenarbeit mit dem NAP Global Network organisiert – Ein zweites Französischsprachiges Forum ist für August 2019 geplant.
  • Eine französischsprachige Webinarserie zum NAP-Prozess wurde im August mit Beispielen aus Senegal und Burkina Faso gestartet. Die Webinare sind auf www.adaptationcommunity.net/… abrufbar. – Im Februar 2019 fand in Grand-Popo in Benin die erste Schreibwerkstatt für den vereinfachten Antragsprozess beim Green Climate Fund (GCF) statt. Es nahmen 31 Projektträger aus Verwaltung, von NGOs, Vertreter von nationalen beim GCF akkreditierten Institutionen sowie Ministerien aus Benin, Burkina Faso und Senegal teil. --Projektergebnisse wurden im Dezember bei Side Events der COP 24 in Katowice präsentiert: „Les avancées dans le processus PNA au Bénin, Sénégal et Burkina Faso“ (13.12.), "Vers des interactions science/politique constructives en Afrique de l’Ouest” (5.12.), und „Indigenous Peoples engagement for an effective Climate Action at National Level in Bolivia and West Africa“ (6.12., mit Indigenous Peoples of Africa Co-ordinating Committee, IPACC).
  • -Factsheets zum Projekt sind auf der Plattform der Partner zu finden. www.adaptationcommunity.net/… als auch auf Internetseiten o Senegal und Benin : Vier Wissenschaftliche Bestandsaufnahmen und sechs Verwundbarkeitsanalysen (climateanalytics.org/… ) o Senegal: Policy Brief (climateanalytics.org/… g.pdf) o Benin : Zwei Policy Briefs : (climateanalytics.org/… ng_pas-pna.pdf und climateanalytics.org/… aking_vf.pdf o Senegal: Vier Videos (www.youtube.com/… fA/videos )
  • In Benin wurde aufbauend auf eine Bestandsaufnahme nationaler und sektoraler Politiken und Strategien gemeinsam mit zwölf wissenschaftlichen Institutionen eine Analyse der vorhandenen Wissenslücken durchgeführt. Dies trägt dazu bei, dass die Climate Service Provider wissenschaftlich fundierte Klimainformationen erstellen können, welche in die politische Programmierung des Landes integriert werden können
  • Eine Erhebung des aktuellen Stands von Projektanträgen in Benin, die bei internationalen Klimafonds eingereicht wurden, wurde im März 2018 fertiggestellt
  • Das Planungsministerium in Benin wurde bei der Integration von Anpassung in die „Analytische Mitteilung“ für das Jahr 2018 beraten. Dieses Dokument fasst den aktuellen Entwicklungsstand und –ausblick des Landes zusammen und liegt dem jährlichen Haushaltsgesetzentwurf bei. Es beinhaltet zum ersten Mal zwei Unterkapitel zu den Herausforderungen des Klimawandels, in denen die hohe Bedeutung des NAP-Prozesses für die Entwicklung des Landes betont wird
  • In Benin wurde durch Anwendung des Climate Proofing Tools Anpassung an den Klimawandel in den Nationalen Gesundheitsplan (PDNS 2018-2022) integriert.
  • Der beninische nationale Entwicklungsplan (PND 2018-2025), in den mit Hilfe des Climate Proofing Tools, Klimawandel in alle relevanten Bereiche intergiert wurde, wurde im Oktober 2018 durch den Ministerrat validiert. Mit dem Entwicklungsplan und dem Gesundheitsplan (PNDS 20182022), der bereits im Juni 2018 validiert wurde, hat Benin nun zwei Entwicklungsstrategien, die Klimawandel berücksichtigen.
  • Im April 2017 fand in Dakar in Senegal der nationale Auftakt-Workshop statt
  • Im Senegal wurde im Dezember 2017 die Analyse der nationalen Planungs- und Budgetierungsprozesse durchgeführt. Im Anschluss wurden die Ergebnisse mit den beteiligten Akteuren geteilt. Diese Analyse wird als eine der Grundlagen für die Integration von Anpassung in politische Rahmenwerke dienen
  • Im Senegal wurde das Thema Klimawandel in den Aktionsplan des Integrierten Wasserressourcenmanagements (PAGIRE 2018-2025) mithilfe des Climate-Proofing-Tools integriert
  • Genderverantwortliche aus Sektorministerien, 15 Abgeordnete und drei hochrangige Berater von Kommunen wurden zum Thema Gender und vulnerable Gruppen in NAP Prozessen im Senegal fortgebildet
  • Im Senegal und Benin werden im Zuge der Erstellung der wissenschaftlichen Studien insgesamt 39 wissenschaftliche Einrichtungen bei ihrem Kapazitätsaufbau für die Anwendung der Klimawirkungsketten-Methode und den neuesten Modellierungswerkzeugen (z.B. SARRA-H) unterstützt.
  • In 2018 wurden erstmalig in Benin und in Senegal Verwundbarkeitsanalysen in einem partizipativen Prozess erstellt, der die nationalen Wissenschaftler durch die enge Begleitung von internationalen Wissenschaftlern in den neuesten Methoden und Nutzung von aktuellsten Modellen zur Klimaimpact-Modellierung ausbildete und so gleichzeitig zum Kapazitätsaufbau beitrug.--
  • Im September wurde die partizipative Bewertung der Ausgangssituation für die nationale Anpassungsplanung (Anwendung des SNAP-Tools) mit Vertretern der Partnerbehörden, der Zivilgesellschaft und der Wissenschaft in Burkina Faso durchgeführt

Projektdaten

Land:
Benin, Burkina Faso, Senegal

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry for Environment and Sustainable Development (MEDD) - Senegal
  • Ministry of Environmental and Sustainable Development (MEDD) - Burkina Faso
  • Ministry of Living Environment and Sustainable Development (MCVDD) - Benin
  • Climate Analytics

BMU-Förderung:
5.636.237 €

Laufzeit:
03/2016 bis 11/2019

Internetauftritt(e):