Film

Mexiko: Küstenschutz mit aztekischer Tradition

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In dem dicht besiedelten Ballungszentrum von Mexiko-Stadt gibt es kaum grüne Orte, an denen man durchatmen und sich von der wuseligen Megacity erholen kann. Deshalb ziehen die Chinampas viele Besucher an. Chinampas sind künstlich aufgeschüttete Inseln, die vor mehr als 500 Jahren von den Azteken angelegt wurden.

An den Wochenenden füllen sich die Wasserstraßen von Xochimilco im Süden der Stadt schnell mit kleinen, bunten Booten. Hier liegen die schwimmenden Gärten, wie die Chinampas auch genannt werden. Mariachi-Musik und Essensstände treiben scheinbar an den Ausflüglern vorbei. Doch die Chinampas haben noch einen weiteren Nutzen. Ursprünglich wurden sie angelegt, um Nahrungsmittel anzubauen. Sie bestehen aus einem sehr fruchtbarem Boden, dem Sedimentboden eines längst ausgetrockneten Sees, auf dem das heutige Mexiko-Stadt erbaut wurde. Auch heute noch spielen sie eine große Rolle bei der Versorgung der Stadt. Auf ihnen werden etwa 40.000 Tonnen Kürbis, Mais und andere Grundnahrungsmittel angebaut.

Etwa 500 Kilometer von der Hauptstadt entfernt hoffen nun Umweltschützer darauf, dass diese Technologie aus alten Zeiten ihnen bei der Lösung eines anderen Umweltproblems hilft. Rund um die Hafenstadt Veracruz sind die Mangrovenwälder weitgehend zerstört worden, die Küste ist anfälliger für Erosion. Stürme richten starke Verwüstungen an, weil der Schutz durch die Bäume fehlt. Und Meerestiere wie zum Beispiel Krabben verlieren ihren Lebensraum - das ist ein Problem für die Fischerfamilien vor Ort.

Die Organisation Pro Natura Sur, eine von vielen Partnern des Projekts, baut Chinampas und pflanzt auf  ihnen Mangroven. Das soll dem wertvollen Ökosystem neues Leben einhauchen.

Ein Film von Linda Vierecke

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Information

Dauer
06:06 Minuten

Land
Mexiko

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe "Global Ideas" informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI.