12.05.2020

1000 Feuchtgebiete in Indien

Chilika-See. Foto: Ritesh Kumar/ Wetlands International

Chilika-See. Foto: Ritesh Kumar/ Wetlands International

Um den Rückgang der Population an wandernden Wasservögeln zu stoppen und eine Trendumkehr zu erreichen, ist die Erhaltung und die nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtgebieten entscheidend. Indien möchte deshalb sein Programm zum Schutz von Feuchtgebieten von 100 Feuchtgebieten auf ein Schutzgebietsnetzwerk mit 1000 Feuchtgebieten ausweiten. Das indische Ministerium für Umwelt, Wald und Klimawandel (MoEFCC) denkt zu diesem Zweck darüber nach, ein nationales Zentrum für Feuchtgebiete einzurichten, um die Forschung und den Aufbau von Kapazitäten auf diesem Gebiet zu unterstützen.

Auf der Veranstaltung „Wissensaustausch über Feuchtgebiete und Wasservögel“ am Rande der 13. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS COP13) im indischen Gandhinagar diskutierten Naturschutzexpertinnen und -experten gemeinsam mit politischen Entscheiderinnen und Entscheidern auf Einladung des IKI-Projektes „Feuchtgebiete als wichtige Pfeiler für Biodiversitäts- und Klimaschutz“ mögliche Maßnahmen, um dies zu erreichen. Das Gremium aus Expertinnen und Experten empfahl, die Erhaltungsmaßnahmen auf Ebene der verschiedenen Landschaftstypen zu planen und sich dabei auf die Vernetzung von Feuchtgebieten und die ökologische Bewertung des Schutzgebietsnetzes zu konzentrieren. Ferner diskutierten die Teilnehmenden über die Notwendigkeit, die Kapazitäten im Feuchtgebietsmanagement zu stärken und eine Initiative für Südasien auf den Weg zu bringen. Diese soll den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit der Länder in der Region bei der Erhaltung des Lebensraums von wandernden Tierarten fördern.

Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden zudem die Gelegenheit, über weitere Möglichkeiten für eine regionale Zusammenarbeit zu sprechen und Mechanismen zu erörtern, die geeignet sind, den Schutz von wandernden Wasservögeln und eine sinnvolle Nutzung von Feuchtgebieten in Südasien zu gewährleisten.

Mehrere Menschen auf einer Bühne

Als weitere Aktivitäten auf der CMS COP 13 stellte das IKI-Projekt eine Publikation mit dem Titel An Inventory, Assessment and Monitoring Framework for Indian Wetland(„Ein Rahmen für die Inventarisierung, die Bewertung und das Monitoring von indischen Feuchtgebieten“) vor. In der Ramsar-Konvention werden die Inventarisierung und Bewertung sowie das Monitoring von Feuchtgebieten (WIAMS) als wesentliche Instrumente für Planungsprozesse und das Management von Feuchtgebieten benannt. Darüber hinaus beteiligte sich das IKI-Projekt an der Ausstellung der CMS COP13, um seine Beiträge zum Management von Lebensräumen für wandernde Tierarten in Indien vorzustellen. Die Ausstellung wurde von den Besucherinnen und Besuchern – Vertreterinnen und Vertretern des indischen MoEFCC, den Regierungen verschiedener indischer Bundesstaaten, verschiedener Naturschutz-NROs und des CMS-Sekretariats sowie internationale Expertinnen und Experten –, sehr positiv aufgenommen.


Videos