04.08.2010

25.000 Solarkollektoren senken Emissionen in Mexiko

"25.000 Solardächer für Mexiko" heißt das Ziel, das sich ein vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördertes Projekt gesetzt hat. Durchgeführt wird es von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH.

Der Startschuss für die Hauptphase des Projekts ist nun gefallen: Die GTZ und der Partner vor Ort, der staatliche Immobilienfinanzier Infonavit, haben den maßgeblichen Finanzierungsvertrag unterschrieben. Er ist Grundlage für den Investitionskostenzuschuss nach dem Vorbild des deutschen Marktanreizprogramms, mit dem Solarkollektoren finanziert werden. Die Solarkollektoren werden auf den Hausdächern installiert und dienen der Warmwasseraufbereitung. Mit Hilfe des „Grünen Darlehens“ wird der Einsatz dieser Technologie nun auch für circa 25.000 Privathaushalte finanzierbar. Zukünftig können diese Haushalte zusammen so jährlich rund 11.000 Tonnen CO2 einsparen. Die ersten Zuschüsse wurden bereits vergeben. 

Unter Anwesenheit der Presse sowie zahlreicher Bau- und Solarfirmen stellten die Partner das Projekt am 10. Juni 2010 zusammen mit der deutschen Botschaft und dem mexikanischen Außenministerium in Mexiko City offiziell vor.

Das ist ein Schritt für Mexiko, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern. Das Land gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Es ist mit seiner hohen Sonneneinstrahlung aber auch ideal für den Einsatz von Solarenergie. Innerhalb der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) unterstützt das BMU die mexikanische Regierung, dieses Potential stärker zu nutzen und somit einen Beitrag zur konkreten Umsetzung der mexikanischen Klimaschutzstrategie zu leisten. Gleichzeitig stärkt das Projekt auch lokale Produktions- und Dienstleistungsfähigkeiten und verschafft der einkommensschwachen Bevölkerung Zugang zu einer zukunftsweisenden Technologie. Die Regierung gewinnt zudem Finanzierungsspielräume, da die Subventionen für Gas zurückgehen. Das innovative Zuschussmodell mit Infonavit kann als Vorreiter für andere Entwicklungs- und Schwellenländer dienen. Ein Erfahrungsaustausch zwischen den mexikanischen und brasilianischen Kolleginnen und Kollegen in IKI-Projekten ist bereits geplant. 

Ebenfalls finanziert durch Gelder des BMU hat die Deutsche Welle eine Reportage (extern) zum Projekt veröffentlicht.


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