07.01.2013

Anfrage zu Konflikten im Harapan-Regenwald

Arbeiter rasten im Wald

Quelle: RSPB

Am 5. Dezember 2012 erhielt das Bundesumweltministerium (BMU) eine Anfrage von REDD-Monitor mit der Bitte um Informationen zum Landkonflikt im Harapan-Regenwald in Indonesien. Die Online-Plattform, die sich mit Fragen rund um die Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und der Zerstörung von Wäldern (REDD+) befasst, bezog sich dabei auf ein durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) gefördertes Projekt in der Region. Das betreffende IKI-Projekt engagiert sich auf Grundlage einer neuen indonesischen Gesetzgebung zur Ökosystemwiederherstellung für den Erhalt des rund 100.000 Hektar großen Regenwaldgebiets Harapan Rainforest auf der indonesischen Insel Sumatra. Die lokale Bevölkerung ist in dieses Projekt eingebunden und profitiert davon.

In letzter Zeit wurde kritisch über angebliche Vertreibungen der lokalen Bevölkerung im Harapan-Regenwald berichtet. Laut dem BMU vorliegenden Informationen entsteht dieser Landkonflikt tatsächlich aber durch Neusiedler, die vorgeben, sich für Rechte von Kleinbauern einzusetzen, um illegale Abholzung und Landnahme im Schutzgebiet voranzutreiben. Der Konflikt geht zurück auf die unterschiedlichen Interessen einerseits von Gruppen, die das Waldgebiet unter anderem für Palmölanbau oder zur Besiedelung nutzen wollen, und andererseits der lokalen Bevölkerung, die sich für den Erhalt des Ökosystems einsetzen.

REDD-Monitor hinterfragte, wie das Projekt mit diesem Konflikt umgeht. Das BMU hat die Fragen zusammen mit dem Projektdurchführer KfW und dem Programmbüro der IKI umfassend beantwortet. Dabei wird der Beteiligungs- und Mediationsprozess zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen vor Ort erläutert, der von der indonesischen Regierung gesteuert und vom Projekt unterstützt wird. Dabei betont das Projekt gegenüber den Partner vor Ort stets die Notwendigkeit, Gewaltanwendung zu vermeiden und Menschenrechte einzuhalten.

Hier finden Sie die Anfrage des REDD-Monitors und die ausführliche Antwort des BMU (PDF, 333 KB, englisch).

Grundsätzlich setzt sich das BMU für größtmögliche Transparenz bei der Förderung von Projekten ein. So stellt es Informationen zu den IKI-Projekten auf der Webseite der Initiative zur Verfügung und ist im engen Dialog mit den Deutschen Botschaften vor Ort.