25.09.2017

Aserbaidschan und Deutschland: Gemeinsam für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Die Delegation aus Aserbaidschan betrachtet einen Solarkocher im Neue Energien Forum Feldheim; Foto: Udo Heitmann

Die Delegation aus Aserbaidschan betrachtet einen Solarkocher im Neue Energien Forum Feldheim; Foto: Udo Heitmann

Eine Delegation aus Aserbaidschan besuchte im Rahmen einer, in Kooperation mit der Akademie für Internationale Zusammenarbeit (AIZ), organisierten Fachstudienreise zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz vom 28. August bis 1. September 2017 Berlin. Die Delegierten tauschten sich unter anderem mit Vertretern des Bundesumweltministeriums (BMUB) über neue Kooperationspotentiale aus. Unter den Teilnehmenden waren Vertreter aus dem Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen, dem Energieministerium sowie der Akademie der Wissenschaften und dem staatlichen Energiekonzern „Azerenerji“.

Deutschland und Aserbaidschan verbindet eine langjährige Zusammenarbeit im Umweltbereich, wobei die Schwerpunktthemen neben klassischem Umwelt-, Natur- und Klimaschutz insbesondere bei der Steigerung der Energieeffizienz und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien liegen. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) fördert in diesem Zusammenhang unter anderem das Vorhaben „Capacity Development für Klimapolitik im Westbalkan, Mittel-und Osteuropa und Zentralasien Phase II“, in dessen Rahmen die Studienreise stattfand. Sie soll dazu beitragen, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in diesem Bereich vertieft und ausgebaut werden.

Während des einwöchigen Aufenthaltes in Berlin besuchten die Delegierten Institutionen, Unternehmen und Think-Tanks, die sich mit kritischen und entscheidungsrelevanten Themen rund um Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, aber auch der Energiewende in Deutschland auseinandersetzen. Somit konnten die aserbaidschanischen Delegierten deutsche best- practice-Beispiele und Methoden kennenlernen, die bei der Ausarbeitung einer nationalen Klimastrategie in Aserbaidschan relevant sein können.

Die Gruppe besuchte in Berlin beispielsweise die „Agora Energiewende“, wo sich Wissenschaftler u.a. mit Konzepten zur Transformation des Energiesektors beschäftigen. Darüber hinaus verbrachten die Delegierten einen Nachmittag in dem energieautarken Dorf „Feldheim“ in Brandenburg und besichtigten einen Windpark und eine Biogasanlage. Beim europäischen Trainings- und Forschungszentrum für Systemsicherheit der Elektrizitätsnetze „GridLab GmbH“ konnten die Teilnehmenden weitere wichtige Informationen zu den Themengebieten Integration erneuerbarer Energien in Übertragungsnetze oder Systemsicherheit elektrischer Netze erhalten.

Die Fachstudienreise schloss mit einem Transfer-Workshop ab. Dabei diskutierten die Delegierten mit Vertretern des BMUB und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH über mögliche Kooperationen und Handlungsfelder zwischen Deutschland und Aserbaidschan. Die Fachstudienreise zeigte Wege für weitere Kooperationen im energie- und klimapolitischen Dialog zwischen beiden Ländern auf.

Gondel einer Windkraftanlage; Foto: Udo Heitmann