03.05.2019

Board des Green Climate Fund genehmigt 9 Mio.-Dollar-Projekt in Benin zur Stärkung der Resilienz von ländlichen Gemeinden

Kleines Mädchen in Kolombien; Foto: ©Neil Palmer/CIAT

Kleines Mädchen in Kolombien; Foto: ©Neil Palmer/CIAT

Genehmigung eines Projekts für Benin zur Stärkung der Resilienz von ländlichen Gemeinden

Auf der 22. Sitzung des Boards des Green Climate Fund, die vom 26. bis 28. Februar 2019 stattfand, wurde im Rahmen des vereinfachten Genehmigungsverfahrens (SAP) ein Zuschuss in Höhe von 9 Mio.  US-Dollar für den Projektvorschlag "Verbesserung der Klimaresilienz von ländlichen Gemeinden in Zentral- und Nordbenin durch die Einführung von ökosystembasierten Anpassungskonzepten für Wald- und Agrarflächen" (SAP005) gewährt. Das Projekt wurde vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen als akkreditierte Stelle und dem beninischen Ministry of Livelihood and Sustainable Development (MCVDD) als ausführende Stelle eingereicht.

Der größte Teil der schnell wachsenden Bevölkerung Benins lebt in ländlichen Gebieten. Etwa 70 Prozent der Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt in der Landwirtschaft, die 80 Prozent der Exporteinnahmen des Landes erwirtschaftet. Damit sind Land und Menschen in hohem Umfang von der Landwirtschaft abhängig, die jedoch durch Umweltzerstörung und den Klimawandel zunehmend bedroht wird. Das Ziel des Projekts besteht darin, den Teufelskreis von Klimawandel, Ertragsminderung und Degradierung der natürlichen Ressourcen in Zentral- und Nordbenin zu stoppen und die Resilienz vor Ort zu stärken. Das Projekt soll vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen durchgeführt werden, hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird schätzungsweise 1,1 Mio. Begünstigte erreichen.

Genehmigung von Akkreditierungsanträgen des beninischen "Fonds National pour l'Environnement et le Climat (FNEC)" und des nepalesischen "Alternative Energy Promotion Centre (AEPC)"

Darüber hinaus wurden auf der 22. Board-Sitzung zwei nationale Stellen akkreditiert, die zuvor bei der Erstellung des entsprechenden Akkreditierungsantrags direkte Unterstützung aus dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen und dem WRI GCF Readiness-Programm erhalten hatten. Als akkreditierte Stellen können FNEC und AEPC nun Projektvorschläge für den Green Climate Fund unterbreiten und Finanzierungslösungen für die vom GCF-Board genehmigten Projekte bereitstellen.

Für Benin hat das Board nicht nur den SAP-Vorschlag genehmigt, sondern auch den FNEC beim GCF akkreditiert, so dass der Fonds künftig direkt Mittel aus dem GCF beantragen kann. Der FNEC wird sich an der Durchführung des Projekts "Verbesserung der Klimaresilienz von ländlichen Gemeinden in Zentral- und Nordbenin durch die Einführung von ökosystembasierten Anpassungskonzepten für Wald- und Agrarflächen" beteiligen, und zwar sowohl als offizielles Mitglied des Projektlenkungsausschusses als auch bei der Unterstützung von Projektmaßnahmen zur Förderung der technischen und institutionellen Kapazitäten von Regierung und Gemeinden.

Darüber hinaus wurde auf der 22. Board-Sitzung das nepalesische Alternative Energy Promotion Centre akkreditiert. "Dies ist ein Meilenstein für Nepal, denn mit der Akkreditierung erhält eine Institution der nepalesischen Bundesregierung direkten Zugang zum weltweit größten Fonds zur Finanzierung von Klimaprojekten", so Shreekrishna Nepal, Joint Secretary des Finanzministeriums und der GCF-Geschäftsstelle im Ministerium. "Dadurch haben wir einen besseren Zugang zu Finanzmitteln und können die Ressourcen mobilisieren, die wir benötigen, um unser Land in eine kohlenstoffarme und klimaresiliente Zukunft zu führen", ergänzt Nepal.

Weitere Antragsgenehmigungen und Akkreditierungen für einen direkten Zugang zum GCF für 2019 erwartet

Es wird erwartet, dass auf den kommenden Sitzungen des GCF-Boards weitere Fortschritte auf dem Weg zu einer umfassenden Klimafinanzierung erzielt werden. So haben vierzehn weitere Institutionen aus den Ländern des Climate Readiness-Programms ihre Anträge bereits eingereicht, drei davon befinden sich in der Endphase des Akkreditierungsprozesses. Neben den Akkreditierungsanträgen dürften 2019 mindestens fünf weitere Projektanträge zur Prüfung durch das GCF Board vorgelegt werden.

Weitere Informationen: http://www.gcfreadinessprogramme.org/


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