16.05.2013

Bundesregierung fördert weltgrösstes Solarkraftwerk

Unterstützung für Marokko bei der solaren Stromproduktion und dem Klimaschutz

Techniker hält Wasserwaage auf Solarpanel

Quelle: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

In Marokko wurde am 10. Mai mit einem symbolischen Spatenstich des marokkanischen Königs Mohammed VI. mit dem Bau des weltgrößten Solarkraftwerks Ouarzazate begonnen. Die Bundesregierung beteiligt sich an der Finanzierung des Vorhabens mit 115 Millionen Euro. Damit fördern das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Marokko gemeinsam bei der Umsetzung des marokkanischen Solarplanes und der Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen, die auf 230.000 Tonnen pro Jahr geschätzt werden.

Deutschland unterstützt Marokko seit 30 Jahren im Energiesektor und ist Impulsgeber im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Marokko betrachtet die deutsche Energiewende als Ermutigung für die eigene Energiestrategie, die hohe Investitionen in erneuerbare Energien vorsieht. Die deutsch-marokkanische Zusammenarbeit unterstützt die Entwicklung von regionalen Energiemasterplänen, den Aufbau neuer Institutionen, Gesetze und Regelungen für erneuerbare Energie und Energieeffizienz und stellt Kredite für Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke zur Verfügung.

Der Bau des Solarkraftwerk Ouarzazate ist der erste Schritt Marokkos in der Umsetzung seines ehrgeizigen Solarplans, durch den bis zum Jahr 2020 2.000 Megawatt (MW) Kraftwerkskapazität aufgebaut werden sollen. Zusammen mit dem Ausbau der Windenergie könnte Marokko bis 2020 bereits die Hälfte seiner Stromversorgung mit erneuerbaren Energien sicherstellen. Das Kraftwerk hat eine Kapazität von 160 Megawatt.

Das BMU leistet im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) einen Zuschuss in Höhe von 15 Millionen Euro für die Eigenkapitaleinlage der staatlichen "Moroccan Agency for Solar Energy" bei der Projektgesellschaft. Diese Mittel werden über die KfW Entwicklungsbank eingebracht. Das BMZ stellt zinsverbilligte Darlehen in Höhe von insgesamt 100 Millionen Euro aus der Sonderfazilität "Initiative für Klima- und Umweltschutz" zur Verfügung.

Die deutsche Unterstützung erfolgt in enger Abstimmung mit den weiteren beteiligten Gebern wie der Weltbank, der afrikanischen Entwicklungsbank, der Europäischen Investitionsbank, der französischen Entwicklungsbank sowie der Europäischen Kommission.

Mit diesem Beitrag wird Deutschland zum wichtigsten europäischen Partner Marokkos bei der Realisierung des Solarkraftwerkes Ouarzazate 1. Durch dieses Solarkraftwerk wird Marokkos Abhängigkeit vom Import fossiler Energien reduziert. Solarenergie ist ein Zukunftsmarkt, der für Länder wie Marokko von großer Bedeutung ist. Der Kraftwerksbau ist in mehreren Stufen vorgesehen. Über den jetzt begonnenen Bauabschnitt hinaus unterstützt die Bundesregierung den Ausbau von Solarkraft in Marokko mit weiteren 650 Millionen Euro in den kommenden Jahren. Deutschland leistet damit einen erheblichen Beitrag, dass sich diese Märkte entwickeln können, die nicht nur Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern insbesondere auch Investitionschancen für die Privatwirtschaft mit sich bringen. Damit setzen BMU und BMZ das Energiekonzept der Bundesregierung um, das die Kooperation Deutschlands mit den Ländern Nordafrikas betont.


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