09.05.2012

Die IKI auf der Klimakonferenz in Bonn

Die Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) richten zusammen ein Side Event aus:

"Making Climate Finance Work: Perspectives from Different Actors"

Deutschland verfolgt einen zweigleisigen Ansatz, der Klimaverhandlungen und "Bottom-up"-Aktivitäten miteinander verbindet. Das Side Event wird die sich entwickelnde Klimafinanzarchitektur (unter anderem den Green Climate Fund, GCF) und praktische Erfahrungen unterschiedlicher Ländern beleuchten. 

Die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention sind konfrontiert mit einer Vielzahl verschiedener internationaler Mechanismen zur Klimafinanzierung und unterschiedlicher Finanzierungsquellen, die jeweils eigene Ziele verfolgen und spezifische Anforderungen für den Zugang zu den Mitteln und deren Verwendung stellen. So müssen die Länder unter anderem Vorbereitungen für den GCF treffen. Während des Side Events werden Perspektiven unterschiedlicher Länder und Akteure auf die Anforderungen sowie ihre Erfahrungen diskutiert, wie Klimafinanzierung erfolgreich umgesetzt und transformativer und nachhaltiger Wandel erreicht werden kann.

Zeit: Mittwoch, 16. Mai 2012, 13:15 - 14:45 Uhr
Ort: METRO (MoT)

Agenda des Side Events (PDF, 293 KB, englisch)

Zudem richtet das BMU zum dritten Mal einen Workshop zur Vernetzung von und zum Wissensaustausch unter IKI-Projekten aus, die Niedrigemssionsstrategien (LCDS), national angepasste Minderungsmaßnahmen (NAMAs) oder Systeme zu Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung von (MRV) Klimaschutzmaßnahmen entwickeln. Dieses Treffen konzentriert sich auf die Frage, wie man von der Phase der Planung und Strategieentwicklung zur konkreten Umsetzung gelangt, und wie damit verbundene Herausforderungen möglichst früh adressiert werden können. 

Die IKI unterstützt den Verhandlungsprozess

Die Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) unterstützen den Verhandlungsprozess auf vielfältige Weise. Sie demonstrieren, dass Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel technisch möglich und ökonomisch bezahlbar sind. Die Projekte fördern innovative Lösungen, um belastbare und klimafreundliche Wirtschaftssysteme zu etablieren. Sie zeigen Ansätze auf, wie ein internationales Klimaschutzabkommen praktisch umgesetzt werden kann. Beispielsweise erarbeiten sie Methoden zur MRV-Fähigkeit (measurable, reportable, verifiable) von Klimaschutzmaßnahmen, entwickeln Konzepte zur ökosystembasierten Anpassung oder befassen sich mit einem künftigen REDD+ Mechanismus (reducing emissions from deforestation and forest degradation). 

Ein Teil der Projekte bereitet die Klimakonferenzen auch unmittelbar vor. Durch Verhandlungstraining, Vernetzungsmaßnahmen sowie Beiträge zur Erarbeitung nationaler oder regionaler Positionen stärken sie gezielt die Partnerländer.

Die IKI selbst gibt ein Beispiel dafür, wie  Klimaschutz finanziert werden kann und ist ein wichtiger Teil des deutschen Fast-Start-Beitrags.