29.01.2018

DomRep gestaltet ihre Klimafinanzierung aus

Ana Maria Majano von "La Plataforma Latinoamericana para el Desarrollo Bajo en Emisiones (LEDS LAC)"; Foto: GIZ.

Ana Maria Majano von "La Plataforma Latinoamericana para el Desarrollo Bajo en Emisiones (LEDS LAC)"; Foto: GIZ.

Die Regierung der Dominikanischen Republik verzeichnet erste Erfolge bei der Finanzierung ihrer nationalen Klimaschutzschutzbeiträge (NDCs). Einen bedeutenden Anstoß dazu gab die Veranstaltung „FORO ZACK 2017“, die vom 4.- 6.Dezember 2017 in Santo Domingo stattgefunden hat.

In der zweitägigen Veranstaltungsreihe wurden Vertreter des öffentlichen Sektors, der Privatwirtschaft und von Finanzinstitutionen in den Bereichen „Reform des Steuer- und Finanzwesens zur Finanzierung von Klimaprojekten“ und „Instrumente der Klimafinanzierung und Entwicklung bankfähiger Projekte“ weitergebildet. Darüber hinaus ging dem FORO eine Veranstaltung des Nationalen Klimarats zum Thema „Preisfindung von CO2 Zertifikaten und CO2 Steuern/ Carbon Pricing“ voraus. Im Rahmen des FORO wurden ebenfalls ganz konkrete Gespräche zur Finanzierung von Projekten der erneuerbaren Energien geführt.

Im Anschluss an das FORO wurde vom dominikanischen Finanzministerium in Aussicht gestellt Klimathemen in den Nationalen Budgets zu verankern, sodass für 2019 die ersten NDCs budgetiert werden könnten. Die entsprechenden nationalen Institutionen (Wirtschafts- Finanz- und Planungsministerien) müssen nun mit dieser neuen „Budgetlinie Klimaprojekte“ in der Haushaltsplanung vertraut gemacht werden. Die Dominikanische Republik und die beteiligten Institutionen arbeiten bereits jetzt aktiv an dem institutionellen Rahmen als Grundlage zur Umsetzung der NDCs. Ebenso ist das Ley sobre el Cambio Climatico (Klimagesetz), dessen Entwicklung ZACK auch unterstützt hat in seiner abschließenden Phase der Revision und Beratung.  

Pedro Garcia, Direktor der Abteilung für Klimawandel, Ministerium für Umwelt und natürliche Ressourcen, Dominikanische Republik, während seiner Präsentation; Foto: GIZ.

Das FORO wurde im Rahmen des von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) finanzierten Projektes ZACK (Zement- Abfall- Co-Processing-Klima) organisiert. Es fand unter der Leitung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und der Frankfurt School of Finance & Management statt. Am FORO haben rund 300 Experten aus 33 Organisationen, darunter 13 nationale, aber auch öffentliche Institutionen, Verbände, der Finanzwirtschaft und der Zivilgesellschaft teilgenommen. Vier UN Organisationen (UN Environment, UNFCCC, UNITAR und UNDP) und Redner aus insgesamt 14 Ländern waren vertreten.

Dr. Günter Eberz, Direktor des ZACK-Projekts im Gespräch mit dem Panel; Foto: GIZ.

Das FORO 2017 bildet die Basis und den Auftakt der vierten und neuen Komponente des Projektes ZACK, welches Partnerländer dabei unterstützt, institutionelle Strukturen und Prozesse zur Entwicklung, Evaluierung, Finanzierung, Implementierung und Steuerung der nationalen Klimaschutzbeiträge zu klären und zu festigen. Zusätzlich wird das neu beauftragte IKI-Energieprojekt „Energiewende DomRep“ Synergien des FORO nutzen, um die institutionellen Architekturen zur Umsetzung der NDCs speziell im Energiesektor zu befördern.

Auf der FORO ZACK 2017 konnten 20 nationale NGOs im Rahmen einer Dauerausstellung ihre Zielsetzungen und Leistungsspektren präsentieren. Auch regierungskritische Organisationen und Umweltaktivisten nahmen sowohl im Rahmen der Dauerausstellung als auch an den Paneldiskussionen teil. Im Rahmen einer gemeinsamen Initiative des Projektes ZACK mit UN CC:Learn wurde ein Kurzfilmwettbewerb zum Thema Klimawandel ausgeschrieben, dessen Ergebnisse in Form einer Multimedia-Show im FORO-Begegnungszentrum im Hauptsaal gezeigt wurden.

Es wurde sehr großen Wert daraufgelegt, das Thema Klimawandel auch in der Öffentlichkeit zu präsentieren. So gab es im Vorfeld der Veranstaltung im Radio, Fernsehen, Druckmedien und den sozialen Medien ein erhebliches Echo[1]. Das ZACK-Projekt läuft noch bis Januar 2019.

Studenten von verschiedenen Universitäten als freiwillige Helfer während der Veranstaltung; Foto: GIZ.


[1] Alle Beiträge des FORO sind im Rahmen des Projekt-Wissensmanagements über die Webseite des Nationalen Klimarates ab Januar 2018 abrufbar.