08.11.2019

Dritter IKI-Vernetzungsworkshop in den Philippinen

Das Projekt "Anpassung an den Klimawandel mit und für Kinder in Südostasien" wird von Plan International Philippinen durchgeführt und arbeitet mit der Barangay Amantillo Farmers and Fisherfolk Association (BAFFA) aus Marabut, Samar, zusammen, um biologische Methoden in der Landwirtschaft anzuwenden und indigene Materialien zur Anpassung an den Klimawandel zu nutzen; Foto: PLAN International Philippinen

Das Projekt "Anpassung an den Klimawandel mit und für Kinder in Südostasien" wird von Plan International Philippinen durchgeführt und arbeitet mit der Barangay Amantillo Farmers and Fisherfolk Association (BAFFA) aus Marabut, Samar, zusammen, um biologische Methoden in der Landwirtschaft anzuwenden und indigene Materialien zur Anpassung an den Klimawandel zu nutzen; Foto: PLAN International Philippinen

Am 5. und 6. November 2019 kamen in Manila zum 3. Networking Workshop der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) für die Philippinen mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter der politischen Partner und Durchführungsorganisationen zusammen.

Die Veranstaltung wurde im Rahmen des Projektes „SupportCCC II“ organisiert, das die Klimakommission der Philippinen (CCC) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchführt. Der Networking Workshop bot den Durchführungsorganisationen der IKI die Möglichkeit, die Arbeit der anderen Akteure kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Synergiemöglichkeiten auszuloten. Außerdem hatten sie in diesem Rahmen Gelegenheit, mit den verschiedenen Partnern auf der Regierungsseite ins Gespräch zu kommen und die Prioritäten für die Zukunft abzustimmen.

Mehr als 80 Vertreterinnen und Vertreter von IKI-Durchführungsorganisationen und Regierungspartnern nahmen am dritten IKI-Vernetzungsworkshop teil; Foto: GIZ

In seiner Eröffnungsrede unterstrich der stellverstretende Direktor der Philippinischen Klimawandelkommission, Romell Antonio Cuenca, die Notwendigkeit, "unsere gewohnten Handlungsweisen zu transformieren", um eine resiliente Nation aufzubauen und die Minderung von Treibhausgasemissionen zu erreichen. Die deutsche Botschafterin auf den Philippinen, Anke Reiffenstuel, betonte den grenzübergreifenden Charakter des Klimawandels und die Bedeutung des multilateralen Staatensystems und der internationalen Zusammenarbeit für die Bewältigung von klimawandelbedingten Herausforderungen.

Angesichts der Dringlichkeit gegen den Klimawandel und den Artenverlust tätig zu werden, fand der Übergang hin zu einer emissionsarmen und resilienten Gesellschaft großen Anklang während des gesamten Workshops. In Arbeitsgruppen und Plenarsitzungen wurde zudem betont, dass neben der Regierung auch der Privatsektor, die Zivilgesellschaft und Hochschulen aktiv am Übergangsprozess beteiligt sein und zu dessen Unterstützung beitragen müssen.

Die Philippinen zählen zu den Ländern, die durch die negativen Folgen des Klimawandels am meisten gefährdet sind. Deshalb hat die philippinische Regierung eine umfassende innovative Klimaschutzpolitik und Entwicklungsagenda ausgearbeitet. Seit 2008 unterstützt die IKI die Philippinen in wesentlichen Bereichen, die die philippinische Regierung in Anlehnung an die Ziele und Förderschwerpunkte der IKI festgelegt hat. Das IKI-Portfolio auf den Philippinen umfasst bilaterale, regionale und globale Projekte im Gesamtvolumen von mindestens 62 Millionen Euro. Die Vorhaben befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung und sind in den folgenden Bereichen tätig: Klimapolitik; Anpassungsstrategien; Ökosystembasierte Anpassung; Schutz und nachhaltige Nutzung der klimarelevanten Biodiversität mit Schwerpunkt REDD+; Innovative Finanzierungsinstrumente; Messung, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) sowie Erneuerbare Energien.

Bei einem Workshop skizzieren nationale Regierungspartner klimapolitische und städtebauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Klimaresilienz von Städten; Foto: UN Habitat Philippinen

Die Philippinen haben nach wie vor eine führende Rolle im internationalen Klimaschutz inne. Auf der Klimakonferenz in Kattowitz 2018 trat das Land im Namen der 48 Entwicklungsländer des Climate Vulnerable Forum für Klimagerechtigkeit ein. Außerdem hat die Regierung zugesagt, der UNFCCC noch 2019 die ersten Nationalen Klimabeiträge (NDC) vorzulegen. Und im April 2019 wurde die Aktualisierung des Nationalen Klimaaktionsplans der Philippinen (National Climate Change Action Plan - NCCAP) bei der diesjährigen NAP Expo als ein Länderbeispiel der Initiative Open NAP hervorgehoben.

Ebenfalls im April dieses Jahres wurde nach 30 Jahren das philippinische Gesetz für Energieeffizienz und Energieeinsparungen verabschiedet. Damit sollen die Energieeffizienz- und Energiesparmaßnahmen des Landes vereinheitlicht und die Energiekosten von staatseigenen und vom Staat geleasten Gebäuden und Anlagen gesenkt werden.

Die Nachhaltigkeit des Vorgehens zeigt sich an den bereits abgeschlossenen Projekten. So wurde das erfolgreich beendete IKI-Projekt "Green Banking", das die Renewables Academy AG (RENAC) zusammen mit der ADFIAP umgesetzt hat, nach der von der IKI geförderten Projektlaufzeit in Form des offenen Schulungsprogramms "Green Energy Finance Specialist" (GEFS) fortgeführt.

Aktive Einbindung der lokalen Gemeinschaft war ein wichtiger Erfolgsfaktor für das von der GIZ umgesetzte IKI-Projekt “ForClim II“; Foto: Dr. Klaus Schmitt

Für das SupportCCC-II-Projekt - die IKI-Schnittstelle auf den Philippinen - endet in diesem Jahr die dreieinhalbjährige Durchführungsphase. Das Projektteam und die CCC luden daher ihre Durchführungspartner sowie relevante Stakeholder zu einer Abschluss- und Wissensaustauschveranstaltung nach Manila ein.