07.04.2011

Entwicklung ambitionierter NAMAs

Vom 21. bis 24. März 2011 kamen in Alajuela, Costa Rica, Regierungsvertreter mehrerer lateinamerikanischer Länder zusammen, um eine neue Initiative zu starten, die Ländern mit mittlerem Einkommen in Lateinamerika und Asien bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Emissionsminderung (Nationally Appropriate Mitigation Actions, NAMAs) unterstützen soll. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert diese Initiative innerhalb der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Das Center for Clean Air Policy (CCAP) führt das Projekt zusammen mit dem Weltbank Institut (WBI) und der INCAE Business School durch. Die Partner haben das "Mitigation Action Implementation Network" (MAIN) gegründet, das zum Austausch von Best Practices zwischen Entwicklungsländern dient, die nationale Klimaschutzmaßnahmen (NAMAs) vorbereiten oder finanzielle Unterstützung dafür suchen.

Die MAIN-Initiative will Teilnehmern des Projekts die Fähigkeiten vermitteln, auf Grundlage von Erfahrungen anderer Länder "bottom-up" Klimaschutzstrategien zu entwickeln. Außerdem informiert sie darüber, wie Klimafinanzierung am besten effektive Maßnahmen unterstützen kann. Die Initiative erarbeitet eine Handreichung mit Leitfragen, die bei der Gestaltung von ambitionierten NAMAs helfen können. Die aus dem Austausch gewonnenen Erfahrungen werden letztlich in die Klimaverhandlungen zum Thema NAMAs eingespeist. Die Initiative basiert auf dem Prinzip des Süd-Süd-Austausches, der zusätzlich von internationalen Expertinnen und Experten begleitet wird. 

Das Treffen in Costa Rica ist das erste einer Reihe von regionalen und internationalen Austauschveranstaltungen und Schulungen, bei denen relevante Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenkommen, um über die Gestaltung und Implementierung von NAMAs zu beraten und voneinander zu lernen. Das erste regionale Treffen der MAIN-Initiative in Asien findet im Sommer 2011 statt.


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