29.07.2020

Erfahrung teilen, Innovation steuern

Illustration mit vier Menschen auf einem Siegerpodest, die einen Pokal in Form einer Glühbirne hochhalten.

Durch ihre Ideenwettbewerbe bleib die IKi stets innovativ. Illustration: BMU/Karsten Andree (Rauchwetter)

Die Herausforderungen des Klimawandels und des Verlusts der Biodiversität sind enorm. Sie betreffen das Leben überall auf der Welt. Gemeinsam arbeitet die Staatengemeinschaft deshalb daran, Lösungen für den Umbau ihrer Gesellschaften zu finden. Wie das gelingen kann, zeigt diese Bilanz der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) für die Jahre 2017 bis 2019. Drei Jahre, die auch für die IKI eine Zeit der Umbrüche waren.

Mit der Einführung der sogenannten Themen- und Ländercalls 2017 wurde die Projektverwaltung aus der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) in das neue IKI Secretariat bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG) übertragen. Eine Mammutaufgabe. Über zehn Jahre Programmerfahrung sind damit in neue Hände gelegt worden, während gleichzeitig neue Förderstrukturen etabliert wurden. Zehn Jahre mit zehn großen internationalen Wettbewerben, mehr als 4.000 Projektskizzen und bis Ende 2019 schließlich über 700 Projekten, die begleitet wurden und werden.

Die IKI hat sich seit ihren Anfängen an der internationalen Klimapolitik ausgerichtet. Heute sind das Pariser Klimaschutzabkommen und seine Mechanismen, das Übereinkommen über die biologische Vielfalt und die Agenda 2030 festes politisches Rückgrat der Förderbedingungen. Die IKI fördert in enger Abstimmung mit Organisationen, die in den Partnerländern konkrete Maßnahmen umsetzen. Damit hilft Deutschland Entwicklungs- und Schwellenländern, für ihre nationalen Beiträge zur Erreichung der globalen Ziele neue, ambitionierte Wege zu finden. Innovative Ansätze wie die ökosystembasierte Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels kombinieren Natur- und Klimaschutz zum Wohle der Menschen. Ziel ist es, die Transformation der Staaten ökologisch ambitioniert und wirtschaftlich durchdacht zu unterstützen. Dazu tragen auch besondere Großvorhaben der IKI wie zum Beispiel die NAMA-Fazilität bei, die in der Regel von weiteren Geberländern unterstützt werden.

Die globale Aufbruchsstimmung, mit der sich immer mehr Staaten, Wirtschaftssektoren, Städte oder die Zivilgesellschaft für Klimaschutz, -anpassung und Biodiversität engagieren, zeigt sich auch in der Ausschöpfung der wachsenden IKI-Haushaltsmittel. 2019 sind die Mittel der IKI komplett abgeflossen. Auch das zeigt, wie sehr die IKI trotz anspruchsvoller Qualitätsauflagen weltweit akzeptiert und nachgefragt wird. Es verdeutlicht auch, wie wichtig dieser punktgenau arbeitende Teil der deutschen Klima- und Biodiversitätsfinanzierung ist. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen hier die Berichte aus einigen IKI-Projekten.