27.11.2013

Erfolgsmeldung nach vier Jahren Wildkaffeeprojekt in Äthiopien

Löwe im Dickicht

Löwe im Bergnebelwald, Quelle: Bruno D' Amicis

Vier Jahre nach dem Start eines Projekts im Kafa-Biosphärenreservat in Äthiopien zum Schutz der artenreichen Bergnebenwälder zieht der Naturschutzbund Deutschland (NABU) eine positive Bilanz. "Das Wildkaffeeprojekt ist ein Erfolgsmodell für den weltweiten Klima- und Regenwaldschutz", betonte NABU-Präsident Olaf Tschimpke auf einer Veranstaltung zur Vorstellung der Projektergebnisse in Berlin.

Die Abholzung tropischer Wälder ist eine Hauptquelle klimaschädlicher Treibhausgase. In Äthiopien sind von ehemals 40 Prozent nur noch 2,7 Prozent der natürlichen Wälder erhalten. Im Kafa-Biosphärenreservat hat der NABU neben umfangreichen Aufforstungsmaßnahmen und Gemeindeplantagen mit schnell wachsenden Baumarten zur Verringerung der Entwaldung auch holzsparende Öfen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) mit einem Gesamtvolumen von rund 3.190.000 Euro.

In Anwesenheit des Botschafters der Republik Äthiopien erklärte Frau Dr. Elsa Nickel, verantwortlich für den Bereich Naturschutz im BMU, auf dem Event in Berlin: "Kernpunkt dieses Projekts war sowohl der Schutz der artenreichen Bergnebenwälder der Region Kafa, als auch die nachhaltige lokale Entwicklung, die zum Aufbau von Fähigkeiten und Wissen vor Ort beiträgt. Ich freue mich an dieser Stelle ankündigen zu dürfen, dass das Bundesumweltministerium im Rahmen der IKI ein Nachfolgeprojekt zum Schutz der Bergnebelwälder in Kafa plant."