20.07.2016

Förderung von Green Cooling in Afrika

Verschiedene Kessel mit Rohre einer Kälteanlage

Kälteanlage im industriellen Bereich. Foto: GIZ Proklima, Fotolia

Im Rahmen der Green Cooling Africa Initiative (GCAI), des Climate Technology Centre & Network (CTCN) und der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), unterstützt das Bundesumweltministerium (BMUB) Ghana, Kenia, Mauritius und Namibia bei der Einführung einer prototypischen Erfolgsstrategie für den Kühlsektor.

Kühlgeräte und Klimaanlagen finden in ganz Afrika zunehmend Verbreitung. Da die meisten afrikanischen Länder zur Stromerzeugung nach wie vor auf fossile Energieträger setzen, führt der steigende Strombedarf auch zum Anstieg der Treibhausgasemissionen. Treibhausgasausstoß und Stromverbrauch lassen sich durch hocheffiziente Kühlgeräte und Klimaanlagen verringern. Außerdem können Kühlmittel mit hohem Treibhauspotenzial durch solche mit geringem Treibhauspotenzial sowie Aufschäummittel ersetzt werden.

Die GCAI wird die vier beteiligten Länder dabei unterstützen, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, inwieweit der Kühlsektor zum nationalen Stromverbrauch und zum Treibhausgasausstoß beiträgt und welche politischen Notwendigkeiten sich daraus ergeben. 

Darüber hinaus wird eine Bestandsaufnahme im Kühl- und Klimatisierungssektor unterstützt. Diese Bestandsaufnahme liefert Erkenntnisse über BAU-Emissionspfade (business as usual) sowie Möglichkeiten zur Emissionsminderung. Die technologischen Bedarfe werden anhand von Gap-Analysen zwischen den derzeit eingesetzten Technologien und den bestmöglichen technologischen Alternativen ermittelt, die international zur Verfügung stehen. Sowohl die Bestandsaufnahme als auch die Gap-Analyse bilden die Voraussetzung für geeignete politische Empfehlungen im Sinne einer Förderung klimafreundlicher Kühltechnologien. Zusammen mit landes- und regionsspezifischen Roadmaps soll dadurch die Grundlage für die Entwicklung von national angepassten Maßnahmen zur Minderung des Treibhausgasausstoßes (Nationally Appropriate Mitigation Actions – NAMAs) beziehungsweise für in ähnlicher Weise förderfähige Projektvorschläge gelegt werden.

Die erste Green Cooling Africa Week, die von der GIZ zusammen mit CTCN und dem südafrikanischen Umweltministerium (DEA) im Juni 2016 ausgerichtet wurde, bot den Delegierten aus den vier Ländern, die in den Bereichen Ozon und Klima ihres jeweiligen Ministeriums tätig sind, Gelegenheit zu grundlegenden Gesprächen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führten eine lebhafte Diskussion darüber, wie sich das Ziel einer Wende im Kühlsektor durch einen beschleunigten Technologietransfer und die Umsetzung von NAMAs in den Bereichen Kühlung und Klimatisierung am besten fördern lässt.

Die Projekte in Ghana und Kenia werden von der IKI gefördert und von der GIZ im Rahmen der PROKLIMA-Green Cooling Initiative umgesetzt. Das CTCN hat im Rahmen der Koordinierung durch die Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) GIZ International Services mit der Umsetzung der GCAI in Mauritius und Namibia beauftragt.


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