22.11.2013

Deutschland baut Engagement im Waldschutz aus

Altmaier: Waldschutz ist besonders effektiver Klimaschutz

Bundesumweltminister Altmaier hinter einem Rednerpult

Bundesumweltminister Altmaier bei der COP 19. Quelle: BMU/Nicole Scharfschwerdt.

Deutschland misst dem Schutz tropischer Wälder im Rahmen des Klimaschutzes (REDD+) besondere Bedeutung bei. Das versicherte Bundesumweltminister Peter Altmaier auf der UN-Klimakonferenz in Warschau. "Durch Waldschutz können wir für den weltweiten Klimaschutz schnell viel bewirken", sagte Altmaier zur Begründung. Er kündigte an, dass Deutschland mit zusätzlichen 12 Millionen Euro ein Programm aufstockt, mit dem Pionierregionen unterstützt werden, die Entwaldung bekämpft und damit Treibhausgasemissionen verhindert haben.

Deutschland baut damit sein Engagement bei Waldschutzmaßnahmen, die nachweisbar zur Vermeidung von Emissionen beitragen, auf nunmehr 56 Millionen Euro aus. "Ein Drittel der globalen Klimagas-Emissionen wird durch Veränderung der Landnutzung verursacht, die weltweite Entwaldung steht dabei an erster Stelle. Deshalb engagiert sich Deutschland beim Waldschutz in besonderem Maße", erläuterte Altmaier.

Unterstützt durch dieses Programm entwickelte der brasilianische Bundesstaat Acre beispielsweise Pläne zur nachhaltigen Landnutzung und zum Tropenwaldschutz und beteiligte die Bevölkerung an der Planung und den Erlösen aus der Waldnutzung. In diesem Jahr konnte damit bereits eine Verminderung des Treibhausgasausstoßes um 2,5 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden.

Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sieht in dem Programm eine "entscheidende Initiative, um tropische Wälder zu schützen und umfassende, langfristige Investitionen in nachhaltige Waldbewirtschaftung zu ermöglichen. Gerade gegenüber Entwicklungs- und Schwellenländern stehen wir in der Pflicht, nicht nur den Schutz der Wälder zu fordern, sondern Wege aufzuzeigen, wie diese nachhaltig genutzt werden können."

Die kolumbianische Regierung verfolgt das anspruchsvolle Ziel, die Entwaldung in der kolumbianischen Amazonasregion bis zum Jahr 2020 vollständig zu stoppen und wird dabei von Deutschland, Großbritannien und Norwegen unterstützt.

"Im Waldschutz haben wir mittlerweile ein funktionierendes Modell für die internationale Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen entwickelt, die nachweisliche Erfolge und Treibhausgasminderungen erbringen", sagte Altmaier.