22.12.2017

Global Landscapes Forum schafft Raum für Innovation

Das GLF entwickelt neue Lösungen für die nachhaltige Entwicklung von Landschaften; Foto: Michael Hüttner/PB IKI

Das GLF entwickelt neue Lösungen für die nachhaltige Entwicklung von Landschaften; Foto: Michael Hüttner/PB IKI

Die Jahreskonferenz des Global Landscapes Forums (GLF) tagte am 19. und 20. Dezember mit rund 1000 Teilnehmenden aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft am neuen Standort des Forums in Bonn.

Der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms (UN Environment), Eric Solheim, eröffnete die Konferenz im World Conference Center, das vor kurzem noch die 23. Weltklimakonferenz beherbergt hatte. Die Bundesregierung verstärkt ihr Engagement für die Schaffung und den Erhalt leistungsfähiger Landschaften weltweit, die Umwelt- und Klimaschutz mit Entwicklungszielen vereinen. Um diese Ziele zu erreichen, unterstützen das Umwelt- und das Entwicklungsministerium das Global Landscapes Forum (GLF) mit jeweils 5,5 Mio. Euro. Das Sekretariat des GLF ist zunächst für vier Jahre am UN-Standort Bonn eingerichtet.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hob hervor: „Der Klimawandel ist eine noch nie dagewesene Herausforderung für die Staatengemeinschaft. Wälder und Böden spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer den Zustand von Wäldern und Böden verbessert, bekämpft damit gleichzeitig den Klimawandel und den Verlust der Biodiversität. Das Global Landscapes Forum hilft uns dabei, voneinander zu lernen und miteinander umzusetzen.“

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) des BMUB unterstützt Wald- und Landschaftsrestaurierung weltweit mit Projekten, die zur Erreichung der Ziele der Bonn Challenge und der Initiative 20 by 20 beitragen, bis 2020 150 Mio. ha degradierte Landschaften zu restaurieren. Beim Global Landscapes Forum präsentierte sie sich erstmals mit einem eigenen Stand am German Pavillon und stellte u.a. Projekte von Fairventures in Indonesien, von der Tropenwaldstiftung OroVerde in Guatemala und von IUCN und der Universität Koblenz-Landau in Ruanda vor. Unter anderem wurde das Bonn Challenge Barometer of Progress in einem Launchpad vorgestellt, das im Rahmen eines IKI-Projekts von IUCN entwickelt wird, um den Fortschritt von Wald- und Landschaftsrestaurierung zu messen, zu der sich bereits über 35 Länder im Rahmen der Bonn Challenge bis 2020 verpflichtet haben.

IKI-Stand im Deutschen Pavillon beim GLF 2017; Foto: PB IKI 

Das Global Landscapes Forum in Bonn ist die weltweit größte, unabhängige, wissenschaftsbasierte, multi-sektorale Aktionsplattform für den Landnutzungssektor und Wälder. Das internationale Forum entwickelt neue Lösungen unter anderem dadurch, dass Bereiche wie Nahrungsmittelproduktion, Gesundheit, erneuerbare Energien, Menschenrechte, Klima und Wasser zusammen in einem Landschaftsraum betrachtet werden.