02.02.2021

Globale Einführung des Waste Wise Cities Tools

Müllsack

Die Erhebung der Zusammensetzung und des Aufkommens von Haushaltsabfällen ist ein Schritt des Waste Wise Cities Tools. Foto: UN-Habitat

Aufgrund unserer nicht nachhaltigen Lebensweise, des Bevölkerungswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung nimmt die Menge an weltweit erzeugten Abfällen rasant zu. Mittlerweile können die Systeme, die sich um die Entsorgung unserer Abfälle kümmrn, mit dem steigenden Abfallaufkommen nicht mehr Schritt halten, und viele Länder werden sich bald in einer kritischen Situation befinden. Mehr als zwei Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Müllsammelstellen und Entsorgungseinrichtungen. Dies führt zu erheblichen Problemen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, von denen die am stärksten benachteiligten Menschen in der Gesellschaft unverhältnismäßig stark betroffen sind. Darüber hinaus gelangen unsachgemäß entsorgte Abfälle in die Umwelt und tragen zur Zerstörung der Umwelt und zur Verschmutzung der Meere bei.

Wenn feste Abfälle effektiv und angemessen bewirtschaftet werden, stellen sie eine wichtige wirtschaftliche Ressource dar und fördern eine Kreislaufwirtschaft, die Arbeitsplätze schafft und den ökologischen Fußabdruck von Städten reduziert. Eine solche Abfallbewirtschaftung verbessert auch die öffentliche Gesundheit. Städte auf der ganzen Welt suchen nach Lösungen für die enormen Mengen an festen Abfällen, die über mehrere Jahre hinweg angefallen sind. Aber oft fehlen ihnen die entsprechenden Daten, um über die optimalsten Lösungen zu entscheiden. Um effektive Lösungen planen, entwickeln und umsetzen müssen zuverlässige und städtespezifische Daten, wie z. B. die Menge des erzeugten Abfalls und seine Eigenschaften, zur Verfügung stehen. können. Werden neue Systeme auf der Grundlage von Schätzungen aus anderen Regionen entwickelt, sind die Lösungen möglicherweise nicht passgenau.. Dies kann dazu führen, dass sich dieselben Probleme wiederholen oder neue entstehen.

In sieben Schritten zu sinnvollen Daten

Das Waste Wise Cities Tool (WaCT) wurde entwickelt, um den Prozesse zur Erhebung von Daten über die Entsorgung fester Abfälle zu erleichtern. So unterstützt es die Verantwortlichen in den Städten dabei, das Abfallmanagement in ihren Städten zu verbessern. Doch es hilft auch Nichtregierungsorganisationen, Bildungseinrichtungen und andere Interessengruppen, gute Beispiele für das Abfallmanagement weiterzuverbreiten. Das WaCT besteht aus sieben Schritten, um alle notwendigen Daten über das Aufkommen und die Sammlung fester Siedlungsabfälle zu sammeln sowie die Menge zu schätzen, die in kontrollierten Einrichtungen entsorgt wird.

Die Entwicklung des Waste Wise Cities-Tools wurde unter anderem von dem von der IKI finanzierten Projekt „URBAN PATHWAYS: Unterstützung von Niedrigemissionsplänen für städtische Grundversorgung im Kontext der New Urban Agenda“ unterstützt. Dieses Projekt wird vom Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UN-Habitat), vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) sowie dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie realisiert und soll anhand von demonstrativen Maßnahmen zur Umgestaltung dazu beitragen, die New Urban Agenda umzusetzen. Das Tool wurde in Zusammenarbeit mit Abfallexperten des UN-Habitat, der unabhängigen und gemeinnützigen Organisation Wasteaware, der Forschungsanstalt Eawag und der University of Leeds entwickelt, und von Experten der GIZ, USAID, EXRI, JICA, RWA, DNA, UNEP, WRAP, Springloop Cooperative U.A. und dem Imperial College of London überprüft.