15.07.2021

Globaler Dialog zur Dekarbonisierung des Verkehrs

Quelle: GIZ/ Thomas Ecke

Die Transport and Climate Change Week (TCCW) brachte vom 21. bis 25. Juni 2021 über 1000 Partner der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zusammen.

Bei der jährlichen Veranstaltung werden Wissen und Erfahrungen ausgetauscht - und vor allem Beziehungen geknüpft, die das Herzstück der internationalen Zusammenarbeit sind. Wie die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze am ersten Tag der Veranstaltungswoche betonte: "Voneinander zu lernen ist wichtig, denn die globale Klimakrise kann nur kooperativ als Teil einer internationalen Gemeinschaft mit allen Akteuren gelöst werden".

Ein interaktives, zentrales Programm, das von einem Studio in der GIZ-Vertretung in Berlin aus organisiert wurde, bot den Teilnehmenden über 13 Zeitzonen hinweg in drei verschiedenen Formaten Foren für Dialog, Lernen und kollegialen Austausch: Online, vor Ort und on-demand. Das zentrale Programm wurde zusätzlich durch regionale Veranstaltungen in Lateinamerika, Osteuropa, Afrika und Asien bereichert. 

„Expert Clinics“, ein neues Frauennetzwerk und ein Weltraumhund 

In sogenannten „Expert Clinics“ hatten Regierungspartner die Möglichkeit, Fachleute in Einzelgesprächen zu verschiedenen Themenfeldern zu befragen. Die Teilnehmenden aus dreizehn Ländern wählten aus einer Liste von 29 international erfahrenen Verkehrsexperten aus. So tauschte sich zum Beispiel eine Gruppe von Transportbeamten aus Kenia intensiv mit Professor Alan McKinnon, einem führenden Experten für umweltfreundliche Fracht, über die Verbesserung der LKW-Effizienz aus.

Darüber hinaus wurde während der Woche ein Frauennetzwerk zum Thema nachhaltiger Transport in Asien ins Leben gerufen und mehrere Publikationen veröffentlicht. Ein Highlight war der infografischer Roman "Future Ahoy!", der die Entwicklung des nachhaltigen Verkehrs in Deutschland durch die Augen von Rudi, dem Weltraumhund, visuell darstellt. So sollen politische Entwicklungen durch Geschichten und anekdotischen Diskussionen einem breiteren Publikum näher gebracht werden. 

Zudem wurden ein neues GIZ-Handbuch zum städtischen Güterverkehr, der zweite globale Statusbericht der SLOCAT-Partnerschaft zu Transport und Klimawandel und das EBRD-Politikpapier Going Electric - A Pathway to Zero Emission Buses erstmals einem globalen Publikum vorgestellt.

Viel Engagement für eine erfolgreiche Veranstaltungswoche

Das umfangreiche Programm der Transport and Climate Change Week wurde durch viele Beiträge von engagierten Partnern bereichert. Workshops wurden beispielsweise von den folgenden Akteuren mitorganisiert: 

  • GIZ Changing Transport Team, 
  • Transformative Urban Mobility Initiative (finanziert vom BMZ), 
  • UN Environment, 
  • ICLEI Netzwerk, 
  • Agora Verkehrswende und 
  • MobiliseYourCity Partnerschaft (finanziert von Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union)

Insgesamt trugen mehr als 30 Partner und IKI-finanzierte Verkehrsprojekte zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Auch das IKI Secretariat hat den Veranstaltungsrahmen genutzt und den jährlichen thematischen Austausch zum Thema Verkehr angesetzt, um den Wissensaustausch zwischen IKI-Durchführungsorganisationen weiter zu erleichtern.