28.01.2020

Green Finance und Klimafinanzierung für den Mittelmeerraum

Mediterrane Berglandschaft im Libanon mit blühenden Pflanzen im Vordergrund.

Intakte Ökosysteme wie diese mediterrane Berglandschaft im Libanon sind wichtige Bausteine im Klimaschutz. Foto: Magda Abou Dagher

Vom 4. bis 7. November 2019 fand in Barcelona der erste von vier Workshops zum Themengebiet Green Finance und Klimafinanzierung am Sitz der Union für das Mittelmeer (UfM) statt. Das Ziel: Den 18 Teilnehmenden aus den acht Mittelmeerländern Algerien, Ägypten, Libanon, Marokko, Jordanien, Palästina, Tunesien und der Türkei ein tieferes Verständnis für die Rolle von Wald- und Landschaftsrestaurierung im Rahmen internationaler Vereinbarungen zu vermitteln. Außerdem wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Finanzierungenanträge für Projekte entwickelt werden können, die auf die Anforderungen und Prioritäten ihrer Länder zugeschnitten sind.

Der Workshop wurde im Rahmen des von der IKI-finanzierten Projekts „Das Pariser Abkommen in Aktion: Upscaling von Wald- und Landschaftswiederherstellung zur Erreichung der NDCs“ veranstaltet, das vom Forest and Landscape Restoration Mechanism (FLRM) der Welternährungsorganisation (FAO) durchgeführt wird. Das Ziel des Projekts besteht darin, nationale und regionale Ressourcen sowie den politischen Willen zur erfolgreichen Planung, Umsetzung und Überwachung von groß angelegten Programmen zur Landdegradationsneutralität (LDN) zu stärken. Durch LDN-Programme können Wälder und Landschaften wiederhergestellt werden. Diese Gebiete ermöglichen so wieder wichtige Ökosystemleistungen und leisten als Kohlenstoffspeicher einen Minderungsbeitrag im Rahmen der zugesagten nationalen Klimaschutzbeiträge (NDCs). Dabei konzentriert sich das IKI-Projekt auf Regionen mit denen durch LDN-Maßnahmen ein besonders hoher Nutzen erzielt werden kann. Dazu zählen die Pazifischen Inseln, die Grüne Mauer im Sahel und der Mittelmeerraum.

Workshop-Teilnehmer in einem prunkvollen Saal der Union für das MittelmeerDer Workshop gliederte sich in drei Hauptteile: Im ersten Teil ging es grundsätzlich um die Konzepte der Klimafinanzierung, Wald- und Landschaftsrestaurierung sowie LDN. Im zweiten Teil befassten sich die Teilnehmenden mit dem Projektzyklus des Green Climate Fund (GCF), der Begründung von Projektmittelanträgen, den Investitionskriterien, der Kofinanzierung von Projekten sowie anderen Aspekten der GCF-Finanzierung. Im dritten Teil widmete sich der Workshop den auf LDN ausgerichteten Projekten und Programmen. Im Mittelpunkt standen dabei Konzepte und konkrete Beispiele aus verschiedenen Ländern, in denen die früher degradierten Waldlandschaften inzwischen erfolgreich bewirtschaftet werden.

Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, sich über ihre Erfahrungen mit dem GCF sowie den auf LDN ausgerichteten Projekten und Programmen auszutauschen, ihre Erfolge zu präsentieren und über Herausforderungen zu diskutieren.