26.04.2021

IKI-Schnittstellenworkshop 2021 in Mexiko

Mexiko Stadt

Mexiko gehört zu den 15 Schwerpunktländern der IKI. Foto: iStockphoto/diegograndi

Der jährliche Schnittstellenworkshop der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) in Mexiko fand am 13. April 2021-–aufgrund der anhaltenden Pandemie – zum wiederholten Male virtuell statt. Das als Schnittstellenvorhaben fungierende Projekt „Deutsch-Mexikanische Klimaschutzallianz III“ lud bereits das fünfte Jahr in Folge mexikanische Partnerinstitutionen, das Bundesumweltministerium (BMU) und die IKI-Projekte zum Austausch ein. Mit einer Rekordzahl von 186 Teilnehmenden, wurde zu aktuellen Themen der Klima- und Biodiversitätspolitik diskutiert. Der Workshop stand dabei ganz unter dem Motto der NDC-Implementierung und wie diese mit Biodiversitätsschutz in Einklang gebracht werden kann.

Zu Beginn des Workshops betonte das BMU, wie wichtig es ist – nach der Aktualisierung der mexikanischen NDC im Dezember – den Fokus auf die Umsetzung konkreter Maßnahmen zu setzen. Dr. Philipp Behrens, Leiter des BMU-Referats „Internationale Klimaschutzinitiative“ und Dr. Vera Rodenhoff, Leiterin des BMU-Referats „Internationale Zusammenarbeit zu Umwelt, Energie und Stadt, OECD und OECD-Länder“ bekräftigten, dass das BMU Mexiko durch die IKI-Projekte hierbei zur Seite stehe und, dass beide Länder in der Umsetzung der NDCs voneinander lernen können. Ein wichtiges Instrument der mexikanischen Regierung die NDC-Implementierung zu fördern, sind sektorale Roadmaps, die Dr. Marco Heredia, Leiter der Klimaschutzabteilung des mexikanischen Umweltministeriums, vorstellte.

Die Frage wie die mexikanischen Partnerinstitutionen konkret die mexikanischen Klimaziele und Biodiversitätsziele umsetzen, stand im Zentrum einer anschließenden Panel-Diskussion. Mit Teilnehmenden einer Vielzahl von mexikanischen Bundesressorts und den Umweltministerien der Bundesstaaten Jalisco und Yucatán wurde ebenfalls die Frage diskutiert, in welchen Aspekten die IKI zukünftig unterstützten kann. Erfolgreiche Verknüpfungsmöglichkeiten von Minderung und Biodiversitätsschutz bestehen beispielsweise Im Landwirtschaftssektor. Auch wurde das Projekt „Ökosystembasierte Anpassung an den Klimawandel mit der Privatwirtschaft in Mexiko (ADAPTUR)“, das ökosystembasierte Anpassung (EbA) im Tourismussektor fördert, für seinen skalierbaren Ansatz und die Kooperation mit dem Privatsektor hervorgehoben. Sowohl die nationale als auch die subnationale Ebene identifizierte den Aufbau von Ressourcen und Kompetenzen (Capacity Building), Finanzierung sowie Messung, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) als Herausforderungen, bei denen Bedarf nach mehr Unterstützung durch die IKI besteht.

Videokonferenz

Im zweiten Teil des Workshops hatten die Projekte die Möglichkeit sich in thematischen Gruppen über Best Practices und Herausforderungen auszutauschen. Nach einem kurzen Input zu erfolgreichen Ansätzen und Werkzeugen, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von über 25 IKI-Projekten zu den Themen Klimafinanzierung, Klimaschutz auf subnationaler Ebene und erfolgreiche Ansätze in EbA und Biodiversitätsschutz.

Die große Anzahl der Interessierten und die Bandbreite der Teilnehmenden unterstrich, wie wichtig und notwendig der Fachaustausch zu Klima- und Biodiversitätsimplementierung ist. Die Mexikanisch-Deutsche Zusammenarbeit im Rahmen der IKI ist nach wie vor ein Schlüssel-Element in der Umsetzung von NDC und CBD und kann durch die 41 IKI-Projekte zu einer ambitionierten Klima- und Biodiversitätspolitik in Mexiko beitragen.