26.02.2021

IKI Small Grants: hohe Beteiligung am Wettbewerb

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Über 500 Projektskizzen wurden beim zweiten Call zum Auswahlverfahren der IKI Small Grants eingereicht. Fotos: GIZ

Mit einer enormen Beteiligung von rund 520 Projekteingängen endete am 9. Februar der zweite „Call for Proposals“ des Programms IKI Small Grants. Mehr als 500 Organisationen aus 83 Entwicklungs- und Schwellenländern haben somit einen Antrag zur Förderung für Maßnahmen zum Schutz des Klimas oder der Biodiversität bei dem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums (BMU) gestellt.

Alle vollständig eingegangenen Projektanträge werden jetzt einer fachlichen und rechtlich-kaufmännischen Bewertung unterzogen und in Abstimmung mit dem BMU ausgewählt. Die Prüfung übernimmt das IKI-Small-Grants-Team der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Förderungen können sich unter bestimmten Umständen auf bis zu 200.000 Euro belaufen. Alle Antragsteller werden nach Abschluss des Auswahlverfahrens darüber informiert, ob ihr Antrag zur Förderung ausgewählt wurde oder nicht.

80 Prozent der eingereichten Projektideen kamen aus Afrika und Asien

Aus Afrika und Asien kamen 80 Prozent, aus Europa sowie Mittel- und Südamerika 20 Prozent der eingereichten Projektanträge, dabei spiegeln alle eine große Vielfalt von Maßnahmen wider. Von Kultur, Bildung, Gesundheit und Mobilität über Energieeffizienz und Landwirtschaft reichen die Themen, mit denen sich die Organisationen beworben haben. Die meisten haben sehr konkrete Pläne auf lokaler Ebene. Es gab Anträge, wie bestimmte Gemeinden beispielsweise bei der Kontrolle und dem Management von invasiven Pflanzenarten unterstützt werden können oder wie Menschen in gewissen Regionen durch weiterbildende Maßnahmen sich über die Auswirkungen des Klimawandels bewusster werden.

Zwei Drittel der eingereichten Projekte beziehen sich auf die Förderbereiche Anpassung an die Folgen des Klimawandels und Minderung von Treibhausgasemissionen. So haben Organisation zum Beispiel Anträge zur Unterstützung zum Aufbau von Solar Bewässerungsanlagen gestellt oder es sollen besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen, wie Frauen und Kinder in Ausbildungsprogrammen gefördert werden.

IKI Small Grants – unter seiner Förderlinie „International Calls“ – richtet sich an kleine subnationale, nationale und regionale Organisationen. Diese müssen in Ländern ansässig und registriert sein, die die vom Development Assistance Committee (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) definierten Kriterien für öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) erfüllen. Das Auswahlverfahren ist einstufig, die Organisationen bewerben sich direkt um einen Zuschuss zur Umsetzung von lokalen oder regionalen Klima- und Biodiversitätsprojekten. Ein besonderes Merkmal von IKI Small Grants ist, dass ausgewählte Projekte – im Rahmen der finanziellen Förderung sowie durch die GIZ-Außenstruktur in den Partnerländern – eine spezielle Unterstützung zur Kapazitätsentwicklung erhalten.