19.12.2019

IKI startet neue Ideenwettbewerbe für Indonesien, Thailand und Vietnam

IKI-Ländercall Aufruf Collage mit Solaranlage, Orang-Utan und Aufforstungsprojekt

Die IKI sucht Skizzenvorschläge für Programme in Indonesien, Thailand und Vietnam. Fotos: James Anderson, World Resources Institute (CC BY-NC-SA 2.0)/Julie Steinen/Shutterstock

Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) startet einen neuen Förderaufruf. Das Bundesumweltministerium sucht im Rahmen der länderspezifischen Auswahlverfahren Ideenskizzen für insgesamt sechs bilaterale Programme in Indonesien, Thailand und Vietnam. Sie sollen die Länder bei der Umsetzung der eigenen Nationalen Klimaschutzbeiträge (Nationally Determined Contributions – NDCs), der nationalen Biodiversitätsstrategie (NBSAP) sowie der Zielsetzungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs) unterstützen.

Die Themenschwerpunkte liegen dabei in Indonesien unter anderem in den Bereichen Nachhaltige Landnutzung, Biodiversität, Anpassung an den Klimawandel und der Verbesserung natürlicher Kohlenstoffsenken sowie der Energiewende. In Thailand sollen die eingereichten Ideen zu einer Anpassung an den Klimawandel insbesondere in Städten sowie zu einer grünen Energiewende beitragen. Für den Förderaufruf in Vietnam sollen unter anderem die Themenbereiche Anpassung an den Klimawandel mit dem Fokus auf naturbasierten Lösungen (Nature-bases Solutions - NbS) und ökosystembasierten Anpassungen (Ecosystem-based Adaptation - EbA) sowie die Umsetzung von Strategien für nachhaltiges Wachstum und die Transformation des Energiesektors abgedeckt werden.

Für jedes der drei Auswahlverfahren stehen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung. Der Ideenwettbewerb wird vom IKI Secretariat koordiniert und umgesetzt.

Antragsverfahren und Fristen

Ab sofort und bis zum 30. April 2020 (24:00 Uhr, MESZ) können Programmskizzen in englischer Sprache über die IKI-Onlineplattform eingereicht werden. Ein Programmbeginn ist frühestens ab dem zweiten Quartal 2021 zu erwarten.

Die Programme sollen für einen Umsetzungszeitraum von fünf bis sieben Jahren konzipiert sein und in einem Konsortium von mindestens zwei Organisationen durchgeführt werden. Antragsberechtigt sind u.a. Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland, Durchführungsorganisationen der Bundesrepublik Deutschland, Institutionen in den Partnerländern (unter anderem akkreditierte nationale Umsetzungsorganisationen bei internationalen oder multilateralen Organisationen) sowie multilaterale Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programme der Vereinten Nationen.

Interessierte Organisationen müssen nachweislich über ein starkes Netzwerk von lokalen Partnern verfügen. 50 Prozent der Fördermittel sollen an nationale Durchführungsorganisationen vor Ort gehen.