28.05.2021

IKI unterstützt Biologischen Korridor in der Karibik

Setzlinge

Die IKI fördert in der Karibik nachhaltige Landnutzungspraktiken und Waldwiederaufbau. Foto: Dirk Günther / Welthungerhilfe e.V.

Vom 14. bis 16. April 2021 fand die Jahressitzung des Biologischen Korridors in der Karibik (Caribbean Biological Corridor, CBC) statt. Das Ziel des CBC ist eine Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten zur Förderung von Schutzgebieten um die Biodiversität zu erhöhen. Die CBC-Initiative wurde 2007 durch eine politische Erklärung der Umweltministerinnen und Umweltminister der Dominikanischen Republik, Haitis und Kubas ins Leben gerufen. Sie dient dem gemeinsamen Umweltmanagement und ist eine der wichtigsten regionalen Süd-Süd-Kooperationen in der karibischen Inselwelt. Dadurch leistet sie einen wichtigen Beitrag zum langfristigen Erhalt der Biodiversität über Ländergrenzen hinweg.

IKI stellt Karibik-Portfolio vor

Anlässlich der diesjährigen Sitzung des CBC wurde das IKI Portfolio in der Karibik durch Dr. Philipp Behrens, Leiter des Referats Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) vorgestellt. Seit 2008 hat die IKI bereits 26 Projekte in der Region umgesetzt, 29 Projekte befinden sich aktuell in Durchführung. Diese laufenden Projekte decken alle IKI Förderbereiche ab, wobei der Schwerpunkt der meisten Vorhaben auf der Minderung von Treibhausgasemissionen und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels liegt. Die Mehrheit der Projekte konzentriert sich auf regionale und globale Ansätze, die es ermöglichen, Erfahrungen auszutauschen und von guten Praktiken über die Grenzen hinweg zu lernen. Eines dieser Projekte ist das Projekt „Ökosystembasierte Anpassung und Waldwiederaufbau in vulnerablen ländlichen Gemeinden des Biologischen Korridors in der Karibik“ der Deutschen Welthungerhilfe e.V, das eng mit dem CBC zusammenarbeitet.

Der Aufbau von ökosystembasierter Anpassung (EbA) in Steuerungs- und Regelungssystem der Strukturen vor Ort ist ein sehr wichtiger Aspekt der Arbeit des Projektes. Das Vorhaben fördert durch sie nachhaltige Landnutzungspraktiken und Waldwiederaufbau, und somit auch den Schutz der Biodiversität entlang des Korridors. In partizipativen Prozessen entwickelt das Vorhaben dafür strategische EbA-Pläne, auf deren Grundlage gezielt Maßnahmen zur Aufforstung und Bodenverbesserung durchgeführt werden. Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Auswirkungen auf ökosystembasierter Anpassung von Entscheidungen in lokalen und nationalen Pläne wird zudem gefördert. In Bezug auf den CBC unterstützt das Vorhaben die ökologische Vernetzung von Schutzgebieten. Mit seiner Arbeit trägt das Projekt dazu bei, die Ziele des CBC insbesondere außerhalb von gesetzlich geschützten Gebieten und unter Einbeziehung und Förderung der lokalen Bevölkerung zu erreichen.

Im Rahmen der diesjährigen Jahressitzung wurde unter anderem die Abgrenzung der wichtigsten Ökosysteme, die zum karibischen Biokorridor dazugehören und unter besonderem Schutz stehen, neu definiert. Zugunsten der Biodiversität und Ausbreitung von heimischen Pflanzen sollen die Bereiche zwischen den Schutzgebieten gestärkt werden. Zur Verarbeitung von Geoinformationen wurde ein neues IKMs (Information Knowledge Management System) als Basis einer web-basierten Applikation vorgestellt. Derzeit werden auch die Länder Jamaika und Puerto Rico in den Biokorridor integriert.