06.12.2017

Indische Stadt wird Musterbeispiel für Abfallmanagement

Anlage zur energetischen Verwertung von Abfall in Nashika, Indien; Foto: Dirk Walther / GIZ.

Anlage zur energetischen Verwertung von Abfall in Nashika, Indien; Foto: Dirk Walther / GIZ.

Der indische Minister für Wasserressourcen und medizinische Ausbildung Girish D. Mahajan hat Ende November in Nashika eine Anlage eingeweiht, in der Abfall energetisch verwertet wird. Dabei werden biologisch abbaubare Abfälle und Klärschlamm behandelt, die in der Großstadt Nashika im Norden des indischen Bundesstaates Maharashtra anfallen. Gleichzeitig erzeugt die Anlage aus Biogas Strom, der in das Stromnetz von Maharashtra eingespeist wird. Durch die gemeinsame Behandlung kann aus dem Klärschlamm und den organischen Feststoffabfällen, die in der Stadt entstehen, Energie gewonnen werden. Der Bau der Anlage wurde von dem Projekt „Energieerzeugung aus Abwasser und organischen Abfällen“ unterstützt. Das Projekt wird von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) finanziert.

In seiner Rede anlässlich der Einweihung erklärte Shri Girish Mahajan: „Diese Anlage trägt dazu bei, die zahlreichen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen Nashik im Zusammenhang mit der Behandlung von Feststoffabfällen und Klärschlamm steht. Dadurch wird es gelingen, Sauberkeit und Hygiene in der Stadt zu verbessern. Das neue Modell sollte anderen Städten in Maharashtra als Vorbild dienen und dort ebenfalls eingeführt werden.“

Girish Mahajan, Minister für Wasserressourcen und medizinische Ausbildung weiht in Nashik die Anlage ein; Foto: Dirk Walther / GIZ.

Das Projekt zeigt, wie sich ein Geschäftsmodell zur Energiegewinnung aus Abfällen im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft erfolgreich umsetzen lässt. Das Modell eignet sich dazu, nachhaltige Technologien zur energetischen Abfallverwertung zu entwickeln und in großem Maßstab einzuführen. Dabei besteht die Möglichkeit, die Investitionskosten für die öffentliche Hand überschaubar zu halten und den Anlagenbetrieb nachhaltig zu gestalten. Darüber hinaus bietet das Projekt weitere Vorteile wie eine bessere CO2-Bilanz und einen effizienteren Ressourceneinsatz – zwei Punkte, die für eine aufstrebende Volkswirtschaft wie Indien von größter Bedeutung sind, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu mindern. Anlage zur energetischen Verwertung von Abfall in Nashika, Indien; Foto: Dirk Walther / GIZ.

Das Projekt „Energieerzeugung aus Abwasser und organischen Abfällen“ in Nashik wird von der Nashik Municipal Corporation und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt.