03.07.2020

Indonesien, Thailand, Vietnam: Halbfinale bei Auswahlverfahren

Fotos: James Anderson, World Resources Institute (CC BY-NC-SA 2.0)/Julie Steinen/Shutterstock

Das Bundesumweltministerium (BMU) plant den Start von sechs neuen Projekten – jeweils zwei in den IKI-Partnerländern Indonesien, Thailand und Vietnam. Im Rahmen von drei länderspezifischen Auswahlverfahren hatte das BMU zusammen mit den Partnerregierungen je einen Ideenwettbewerb ausgerufen, deren erste Phase nun abgeschlossen ist. Die sechs neuen Projekte sollen die Länder aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) bei der Umsetzung ihrer nationalen Klimaschutzbeiträge, der nationalen Biodiversitätsstrategien und der Zielsetzungen im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda 2030 unterstützen. Insgesamt wurden für alle drei Länder 35 Skizzen eingereicht.

Die erste Stufe der IKI-Ländercalls ist stets als Ideenwettbewerb konzipiert. Bis Mitte April konnten Organisationen ihre Projektskizzen für jeweils ein Land einreichen. Derzeit läuft sozusagen das Halbfinale, das heißt: Das BMU wählt in Abstimmung mit den Partnerländern die aussichtsreichsten Ideen für die nächste Stufe aus. Ab dem vierten Quartal 2020 beginnt dann das Finale. Die ausgewählten Organisationen erarbeiten aus ihren Skizzen detaillierte Projektvorschläge, aus denen wiederum bis zu zwei Projekte je IKI-Partnerland ausgewählt werden. Die „Gewinnerprojekte“ werden dann in Indonesien, Thailand und Vietnam umgesetzt.

Die Themen der Ländercalls: Von nachhaltiger Landnutzung bis zur Energiewende

Die Schwerpunkte der geplanten Förderprogramme sind für Indonesien nachhaltige Landnutzung, Biodiversität, Anpassung an den Klimawandel, Verbesserung natürlicher Kohlenstoffsenken und Energiewende.

In Thailand sollen die eingereichten Ideen zu einer Anpassung an den Klimawandel, insbesondere in Städten, sowie zu einer grünen Energiewende beitragen.

Der Förderaufruf in Vietnam sucht Projektvorschläge zu den Themen Anpassung an den Klimawandel durch ökosystembasierte Anpassung, Umsetzung von Strategien für nachhaltiges Wachstum und Transformation des Energiesektors.

Umfang der Projekte und Bewerber

Für jedes der drei Auswahlverfahren stehen insgesamt bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung. Das IKI Secretariat unterstützt das BMU bei der Koordinierung und Umsetzung des Ideenwettbewerbs und der Verfahren. Die Projekte sollen innerhalb von fünf bis sieben Jahren umgesetzt werden und müssen in einem Konsortium mit mindestens zwei Organisationen durchgeführt werden. Dabei muss auch sichergestellt sein, dass nationale Organisationen zu einem hohen Anteil an der Umsetzung beteiligt werden.

Antragsberechtigt waren unter anderem Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland, Durchführungsorganisationen der Bundesrepublik Deutschland, Institutionen aus den Partnerländern sowie multilaterale Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Entwicklungsbanken, Organisationen und Programme der Vereinten Nationen. Die Regierungen der Länder selbst können sich nicht um die Fördermittel bewerben.

Weitere Informationen zu den länderspezifischen Auswahlverfahren finden Sie hier.