14.07.2012

Informelles Umweltministertreffen soll neue Allianzen im internationalen Klimaschutz fördern

Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net

Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net

Neue Ideen und Partnerschaften für den internationalen Klimaschutz besprachen Umweltminister aus allen Teilen der Welt am 16. und 17. Juli 2012 in Berlin. "Der internationale Klimaprozess braucht neuen Schwung. Wir werden anhand praktischer Beispiele aus verschiedenen Ländern diskutieren, wie konkrete Initiativen und Allianzen den internationalen Klimaschutz auf allen Ebenen voran treiben können. Davon erhoffe ich mir neue Impulse für die kommende UN-Klimakonferenz in Doha", sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier.

Umweltminister und hochrangige Vertreter aus rund 30 Staaten diskutierten die politischen Kernfragen im Vorfeld der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Doha (Katar). Den gemeinsamen Vorsitz der Tagung hatten Bundesumweltminister Peter Altmaier und der Vizepremierminister von Katar, dem Gastgeber der nächsten UN-Klimakonferenz, Abdullah bin Hamad Al-Attiyah, inne. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält am 16. Juli die Grundsatzrede.

Auf dem letzten UN-Klimagipfel in Durban (Südafrika) hat die Völkergemeinschaft entschieden, bis zum Jahr 2015 ein neues Klimaabkommen mit Beteiligung aller Staaten zu verhandeln, das Abkommen soll ab 2020 umgesetzt werden. Gleichzeitig besteht Konsens, dass die bis dahin zugesagten Klimaschutzmaßnahmen nicht ausreichen, um den Temperaturanstieg unter der 2-Grad-Obergrenze zu halten. "Um uns den Herausforderungen der globalen Klimakrise erfolgreich zu stellen, brauchen wir ein Feuerwerk von Initiativen und eine Zusammenarbeit derjenigen, die gemeinsam voranschreiten wollen", so Bundesumweltminister Peter Altmaier. Doha solle solchen Initiativen Raum bieten. Das nationale Handeln müsse dabei immer eng gekoppelt werden mit dem internationalen Verhandeln, so Altmaier weiter.

In seiner dritten Auflage hat sich der Petersberger Klimadialog als wichtiger Termin im Kalender der internationalen Klimaverhandlungen etabliert. Er findet seit dem Jahr 2010 zur Jahresmitte statt, um die jeweils folgende UN-Klimakonferenz vorzubereiten. 

Das Bundesumweltministerium speiste die in den Projekten der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gewonnen Erfahrungen in den Austausch mit ein. Die Projekte zeigen viele innovative Ansätze auf, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. So unterstreicht die Deutsche Bundesregierung, dass sie sich auf allen Ebenen für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels einbringt – national und international, von lokalen Modellprojekten bis hin zu den politischen Verhandlungen.