20.05.2016

Integration des Agrarsektors in Nationale Anpassungspläne (NAPs)

Ein Würfel in der HandIm April trafen sich in Rom Vertreter der Landwirtschafts- und Umweltministerien aus Nepal, Kenia, den Philippinen, Thailand, Uganda, Uruguay, Vietnam und Sambia, um erstmals gemeinsam über Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Nahrungssicherheit und Armutsreduktion zu diskutieren. Der Workshop wurde organisiert vom Vorhaben „Integration des Agrarsektors in Nationale Anpassungspläne (NAPs)“, das von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) mit 15 Millionen Euro finanziert wird.

Ziel des Projekts ist es, die Lebensgrundlage der Menschen sicherzustellen, die landwirtschaftliche Produktion zu steigern und Nahrungssicherheit zu erhöhen. Dies soll durch die Stärkung der technischen Fähigkeiten in Bezug auf Strategien zum Klimarisikomanagement auf lokaler Ebene, die Anpassung von Planungs- und Budgetprozessen an Klimarisiken und die Unterstützung von Landwirten, insbesondere von Frauen, bei Best-Practice Ansätzen zur Anpassung an den Klimawandel ermöglicht werden. Das Projekt wird vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Kooperation mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) durchgeführt.

In den teilnehmenden Ländern zählen die Agrarsektoren, einschließlich Fischerei und Forstwirtschaft, zu den Bereichen, die besonders durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet sind. Gleichzeitig sind sie Schlüssel zu Nahrungssicherheit und Armutsreduktion.
Diskussionspunkte waren unter anderem die Bildung von Synergien zwischen der Risikominderung von Katastrophen und der Anpassung an den Klimawandel. Außerdem wurde diskutiert, wie Strategien zur Anpassung an den Klimawandel konkret umgesetzt und finanziert werden können.

Während des dreitägigen Workshops wurde ein gemeinsames Verständnis für den NAP-Prozess entwickelt. Dabei haben die Teilnehmer die Herausforderungen für die Integration des Agrarsektors und seiner Subsektoren identifiziert, die Stärkung nationaler Kapazitäten für die Umsetzung erörtert und eine Plattform für den Austausch zwischen den Ländern bezüglich ihrer Anpassungsstrategien und Maßnahmen geschaffen.

 
Lea Herberg spricht ins MikrofonLea Herberg von der IKI des BMUB hob in den Schlussworten des Workshops hervor, dass „der Workshop interessante technische Einblicke in verschiedene landwirtschaftliche Subsektoren und Klimawandelthemen gegeben und damit zur Umsetzung der NAPs und der Integration ökosystembasierter Anpassung in den NAP-Prozess beigetragen hat. Ich habe gemerkt, dass sich die Länder sehr stark an den Diskussionen beteiligt haben, um eine schnelle Umsetzung einzuleiten.“