26.05.2010

Internationale Klimaschutzinitiative unterstützt Entwicklung nachhaltiger Kohlenstoffmärkte

BMU auf der Carbon Expo 2010 Köln, 26. bis 28. Mai 2010

Vom 26. bis 28. Mai steht Köln im Zeichen des Emissionshandels und des Klimaschutzes: Auf der internationalen Messe Carbon Expo organisieren das Bundesumweltministerium (BMU) und die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) wieder einen "Deutschen Pavillon". Dort präsentieren sich auch Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Mit der IKI unterstützt das BMU seit 2008 auch die Entwicklung nachhaltiger Kohlenstoffmärkte. Bisher starteten vierzehn Projekte mit einem Volumen von insgesamt über 12 Millionen Euro in diesem Bereich.

Im Vordergrund stehen dabei unterschiedliche Ansätze: Zum einen entwickeln und erproben die Projekte nationale und regionale Kohlenstoffmärkte sowie Emissionshandelssysteme. Dabei verfolgt die IKI auch das Ziel, den Finanzmarkt und private Investitionen für Klimaschutzmaßnahmen zu mobilisieren. Zum anderen unterstützt die IKI Qualitätsstandards im Kohlenstoffmarkt sowie besonders innovative Projektansätze.

Auf der Carbon Expo können sich die Besucherinnen und Besucher über drei konkrete Projekte informieren:

  • Im südlichen Afrika kooperiert das BMU mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), um durch eine neugeschaffene Fazilität Investitionen in den Kohlenstoffmarkt Afrikas zu fördern. Sie stellt kleine Finanzhilfen bereit, um die anfänglich sehr hohen Transaktionskosten zu senken und Projekte bis zur Validierung zu führen. Dabei erhalten vor allem innovative Transaktionen Unterstützung, die auf die Verhältnisse im Afrika südlich der Sahara zugeschnitten sind und ein hohes Wiederholungs- und Ausweitungspotential haben.
  • In einem weiteren Projekt unterstützt das BMU die Gold Standard Foundation dabei, die Hindernisse im Handel mit Goldstandard-Zertifikaten für den Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, CDM) zu überwinden. Dafür wurde ein Netzwerk von lokalen Experten geschaffen. In diesem Netzwerk tauschen sich relevanten Akteure über ihre Erfahrungen aus und entwickeln ihr strategisches Wissen zum Goldstandard und zu lokalen Umsetzungskapazitäten weiter.
  • Mit Hilfe der Förderung durch das BMU baut die atmosfair gGmbH in einem Pilotprojekt in Burkina Faso Kleinanlagen auf, die zur Umwandlung von Biomasse wie Ernteresten von Hirse oder Baumwolle in Gas dienen. So wird aus Biomasse Strom erzeugt. Das Projekt soll als CDM-Goldstandard-Projekt registriert werden.

Das BMU wird auch zukünftig mit der IKI starke Impulse zur Weiterentwicklung des globalen Kohlenstoffmarktes setzen.


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