25.08.2020

Jahresbericht 2019 der NAMA-Fazilität

NAMA Facility Illustration

Die 2012 gegründete NAMA Facility konnte durch ihre Geber bisher über 520 Millionen Euro für Klimaschutzprojekte einsetzen. Foto: NAMA Facility

Die NAMA-Fazilität fördert seit 2013 mit den national angemessenen Minderungsmaßnahmen (engl.: Nationally Appropriate Mitigation Action) ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen. Das Instrument wurde von Deutschland und Großbritannien ins Leben gerufen und wird aktuell ebenfalls durch Dänemark und die Europäische Union als weitere Geber gefördert. Die NAMA-Fazilität stößt durch ihre NAMA-Unterstützungsprojekte (NAMA Support Projects, NSPs) Transformationsprozesse an. Zu diesem Zweck setzen die NSPs sowohl auf technische als auch auf finanzielle Komponenten und innovative Finanzierungsmechanismen, um sowohl private als auch öffentliche Investitionsmittel zu mobilisieren.

Die Geber der NAMA-Fazilität haben bisher über 520 Millionen Euro zur Förderung von Klimaschutzmaßnahmen und einer klimafreundlichen Entwicklung zugesagt. Bis jetzt wurden 34 NSPs gefördert und sieben Aufrufe (Calls) zur Einreichung von NSPs gestartet. Über die Calls stellt die NAMA-Fazilität Klimafinanzierungsmittel für sektorübergreifende Klimaschutzprojekte bereit, wobei alle auf der OECD DAC-Liste geführten Länder für eine Förderung in Frage kommen. Für 2021 kündigte die NAMA-Fazilität die Ambition Initiative an, mit der Länder mit besonders ehrgeizigen NDCs gefördert werden sollen.

ReisbauernGleichzeitig ist die NAMA-Fazilität ein Ort des Lernens, an dem Publikationen und andere Materialien entwickelt werden, die von allen Akteuren auf dem Gebiet der Klimafinanzierung genutzt werden können. Zur Unterstützung von Antragstellern, die im Rahmen eines Calls Vorschläge für NSPs einreichen, bietet die NAMA-Fazilität auch Instrumente und Leitfäden an, beispielsweise Online-Seminare und detaillierte Antragsunterlagen.

2019 war ein erfolgreiches Jahr für die NAMA-Fazilität – dies spiegelt sich auch im Jahresbericht 2019 wider. In dem Bemühen um mehr Transparenz wurde der Bericht erstmals für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Entwicklung von ambitionierten Zielen, neuen Strategien und des Projektportfolios

Das Projektportfolio der Fazilität hat sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt: Im Rahmen des sechsten Calls wurden 51 Projektvorschläge mit einem Volumen von fast 750 Millionen Euro eingereicht. Diese Zahlen belegen ein anhaltendes Interesse sowohl an den NAMAs als auch am Angebot der NAMA-Fazilität. Insgesamt wurden fünf Entwürfe für die detaillierte Vorbereitungsphase (Detailed Preparation Phase, DPP) ausgewählt; sechs NSPs aus so verschiedenen Sektoren wie erneuerbare Energien, Landwirtschaft und Energieeffizienz wurden genehmigt, so dass sie jetzt umgesetzt werden können.

Wichtig ist, dass die Geber der NAMA-Fazilität ehrgeizigere Zielvorgaben definiert haben: Während es früher lediglich um eine CO2-arme Entwicklung ging, wird inzwischen eine klimaneutrale Entwicklung angestrebt. Um weitere Impulse zu setzen, hat die NAMA-Fazilität 2019 verschiedene Strategien verabschiedet und eingeführt: Diese umfassen den Wissensaufbau und einen entsprechenden Drei-Jahres-Arbeitsplan, ein Rahmenwerk zum Thema Risikobereitschaft, eine Richtlinie für die Einstellung von Projekten sowie eine aktualisierte Fassung der Kommunikationsstrategie der NAMA-Fazilität.

Während des gesamten Jahres 2019 hat sich die NAMA-Fazilität mit den Akteuren der Klimafinanzierung (Klimainvestitionsfonds, GCF) über zahlreiche Themen ausgetauscht, insbesondere über Transformationsprozesse während der Klimakonferenz in Bonn.