13.01.2016

Journalistenpreis zu Klimawandel

Person fotografiert zwei Kinder

Exkursion in den stark von Trockenheit betroffenen Süden des Landes. Foto: Judith Wolf / GIZ

In Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, ist zum ersten Mal ein Journalistenpreis zum Thema Klimawandel vergeben worden. Der Wettbewerb wurde im Rahmen eines Projekts initiiert, das durch die IKI des BMUB mit 4,5 Millionen Euro finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt wird. Der Wettbewerb für den Preis wurde über ein Jahr in den Kategorien Print, digitale Medien, TV und Radio gemeinsam mit dem Nationalen Rat für Klimaschutz und CDM (CNCCMDL) und dem dominikanischen Journalistenverband CDP veranstaltet. Als Preise wurden jeweils eine Reise zu einer internationalen Ausbildung oder einem Kongress zum Thema Klimawandel und Journalismus im Wert von bis zu 3.000 Euro ausgelobt.

Das IKI-Projekt unterstützt die Dominikanische Republik bei der Umsetzung des nationalen klimakompatiblen Entwicklungsplans (Plan DECCC) in den Sektoren Abfall und Zement. Ziel ist es, alternative Energiequellen durch "Co-Processing" in der Zementindustrie einzuführen. Dabei wird Abfall verwendet, um fossile Brennstoffe in energieintensiven industriellen Prozessen zu ersetzen. Dieser Ansatz senkt die Treibhausgasemissionen sowie die Abhängigkeit vom Import fossiler Energieträger. Außerdem kann durch die Einführung eines entsprechenden Abfallmanagementsystems die Umweltverschmutzung verringert werden und den lokalen Abfallsammlern können sich neue Einkommensmöglichkeiten eröffnen. Zusammen mit den Partnern erarbeitet es national angemessene Minderungsstrategien (NAMAs), setzt Pilotmaßnahmen in ausgewählten Handlungsfeldern um und richtet ein System für das Monitoring von Treibhausgasemissionen, Minderungsanstrengungen und Projektwirkungen (MRV) ein.

2014 begann im Rahmen der Kommunikationsstrategie die Zusammenarbeit mit dem Journalistenverband CDP, um die eher schwache und teilweise fehlerhafte Berichterstattung über das Thema Klimawandel sowie über das Projekt zu verbessern. Lokale Journalisten sollten motiviert werden, sich vertieft mit dem Thema zu beschäftigen und dadurch bei der Bevölkerung ein verstärktes Bewusstsein über den Klimawandel zu schaffen sowie über das Projekt zu informieren und letztlich zu Politikveränderungen hin zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft beizutragen.

Der Wettbewerb wurde von einer Kampagne begleitet, die unter anderem Besuche bei den Medien und eine Pressekonferenz einschloss. Es fanden zudem zwei eintägige Exkursionen statt, die den mehr als 20 teilnehmenden Journalisten die Auswirkungen des Klimawandels im eigenen Land nahebrachten. Es wurden allgemeine Initiativen zu Minderung und Anpassung an die Folgen des Klimawandels vorgestellt, aber auch Initiativen des Vorhabens.

Gewonnen haben ein ausführlicher Bericht in der Tageszeitung "Listín Diario" zum Thema "Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft"; ein digitaler Aufruf auf dem Nachrichten- und Meinungsportal "Noticias Entre Amigos" zum Thema "Die Dominikanische Republik befindet sich in einem ökologischen Notstand"; eine 4-teilige Fernsehreportage im Sender "Antena Latina AN7" zum Thema "Klimawandel - Hauptbedrohung für die Umwelt". Die Gewinnerinnen erhielten ein Gratulationsschreiben des Präsidenten der Dominikanischen Republik, Danilo Medina Sánchez. Sie nutzten den Preis, um an der COP21 in Paris teilzunehmen und begleiteten hierbei die dominikanische Delegation mit einer ausführlichen Berichterstattung.