10.12.2013

Klimawandelszenarien bilden Grundlage für eine langfristige Klimapolitik in Südafrika

Bereits seit 2009 unterstützt die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) das Engagement der südafrikanischen Regierung im Klima- und Umweltschutz. Dafür berät die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) das südafrikanische Umweltamt (DEA) bei der Ausgestaltung der Klimapolitik.

In diesem Rahmen begleitete ein Projekt der IKI die Erstellung des 2011 veröffentlichten National Climate Change Response White Paper (NCCRP), einer landesweiten Klimastrategie für Südafrika. Zahlreiche Interessengruppen aus der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und dem Privatsektor waren in diesem Prozess eingebunden. Die Strategie umfasst alle relevanten Bereiche der nationalen Klimapolitik und beinhaltet sowohl konkrete Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion als auch zur Anpassung an den Klimawandel, die im Zeitraum 2013-2017 umgesetzt werden sollen. So soll die südafrikanische Gesellschaft klimafreundlicher und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels werden.

Um genauer vorhersagen zu können, wie sich der Klimawandel auf bestimmte Bereiche der Gesellschaft und Wirtschaft in Südafrika auswirkt, wurden zudem auf Basis von Klimadaten der letzten 50 Jahre vier Langzeit-Anpassungsszenarien (Long Term Adaptation Scenarios – LTAS) entwickelt. Sie decken einen Großteil der bisherigen Unsicherheiten bezüglich der klimatischen Entwicklung in Südafrika ab und bieten erstmals einen realistischen Ausblick auf mögliche klimatische Bedingungen bis zum Jahr 2100. Das erhöht die Planungssicherheit für die Zukunft. Ein Bericht dazu wurde am 5. November der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Szenarien verdeutlichen unter anderem, dass selbst im Falle einer deutlichen weltweiten Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen Südafrika von den Folgen des Klimawandels bedroht sein wird. So ist zukünftig mit einer Häufung von Überflutungen und Dürreperioden und dadurch mit zunehmender Nahrungsmittelknappheit zu rechnen.

Download des Berichts (PDF 7.2 MB, extern, englisch)

Auf dieser Informationsgrundlage werden nun mit Unterstützung der IKI Umsetzungspläne für die nationale Klimastrategie in Schlüsselsektoren wie der Agrarindustrie erarbeitet. Außerdem bringen die Projektpartner die entwickelten Szenarien und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die Verhandlungen zum globalen Klimaschutzabkommen 2015 ein.



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