26.05.2011

Mehr Gelder für den Globalen Klimaschutzfonds

IFC und dänisches Aussenministerium sagen 82 Millionen US-Dollar zu 

Das dänische Außenministerium wird für 7 Millionen US-Dollar Anteile an der Eigenkapital-Tranche des Globalen Klimaschutzfonds (GKF) erwerben, die International Finance Corporation (IFC) Anteile für 75 Millionen US-Dollar an der Mezzanine- und Senior- Tranche. Der im Dezember 2009 auf Initiative des Bundesumweltministeriums (BMU) und der KfW Entwicklungsbank gegründete Fonds ist der weltweit erste strukturierte Fonds, der über private lokale Banken in Entwicklungs- und Schwellenländern Refinanzierungsmittel für breitenwirksame innovative Klima-Kreditlinien zur Verfügung stellt. Die Fondsmittel werden nicht aufgezehrt, sondern revolvierend eingesetzt. Dies bedeutet, dass die Mittel aus den Kreditrückzahlungen fortlaufend reinvestiert werden. Die Besonderheit eines strukturierten Fonds sind die unterschiedlichen Risikoklassen des Fonds. Die öffentlichen Gelder dienen als Risikopuffer für privates Kapital, sie speisen die Eigenkapital-Tranche des Fonds. Durch diese Risikoabsicherung werden Anreize für private Kapitalgeber gesetzt, sich an dem Globalen Klimaschutzfonds zu beteiligen - obwohl der Fonds sowohl in risikoreiche Regionen (Entwicklungs-, Transformations- und Schwellenländer) sowie in innovative Sektoren (Klimaschutzfinanzierungen) investiert. 

Der Fonds ist privatrechtlich organisiert, Fondsmanager ist die Deutsche Bank.  Das Fondsvolumen von gegenwärtig 200 Millionen US-Dollar soll innerhalb der nächsten vier Jahre auf 500 Millionen US-Dollar ansteigen – hauptsächlich durch private Investoren. Als Projekt der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) hilft der Fond so, zusätzliches privates und öffentliches Kapital für die Finanzierung von klimarelevanten Investitionen zu mobilisieren.