19.09.2019

Mexikos Sonne hilft bei der Käseproduktion

Käserei in Arandas, Mexiko; Foto: Wolfgang Bernert/Deutsche Welle

Käserei in Arandas, Mexiko; Foto: Wolfgang Bernert/Deutsche Welle

Für viele Prozesse in der Industrie wird Wärme gebraucht. Dafür sind große Mengen Energie nötig. Gerade in Ländern wie Mexiko, wo täglich mit vielen Sonnenstunden gerechnet werden kann, erscheint es naheliegend, dafür Sonnenenergie zu nutzen.

Globaler Wärmebedarf der Industrie; Abbildung: IKI Projekt Solar-Payback

Aber obwohl Solarthermie in Mexiko als Branche beginnt Fuß zu fassen, fehlt es vielen Unternehmen an Erfahrung mit der Gewinnung und Nutzung von Sonnenenergie. Viele zögern, diese Form von Erneuerbarer Energie für sich in Wert zu setzen.

Hier setzt das IKI Projekt „Solarpayback – Klimaschutz in der Industrie durch solare Prozesswärme“ an. Es zeigt Industriebetrieben in Mexiko und drei weiteren Ländern die Vorteile von Solarthermie auf und vermittelt das technische Know-how, um die Nutzung von solarthermischen Anlagen in diesen Ländern zu verbreiten. Denn die Technik hilft Kosten zu sparen und CO2-Emissionen zu reduzieren.

4 Gründe für Solarthermie; Abbildung: IKI Projekt Solar-Payback

Die mexikanische Käsefabrik Lacteos Mojica ist eine von mehreren Firmen, die bereits von der neuen Technik überzeugt sind. Die mit Solarthermie gewonnene Wärme setzt die Käserei dafür ein, täglich 8000 Liter Wasser auf Betriebstemperatur anzuheizen. Bei 40 Tonnen Käse, die das Unternehmen wöchentlich produziert, rechnet sich das für das Unternehmen und die Umwelt, da die Sonnenenergie den Bedarf an fossilem Erdgas stark reduziert.

Sehen Sie hier auch einen aktuellen Film der Deutschen Welle zum Thema.