24.10.2016

Neues IKI-Projekt zu NDCs und Transparenz

Infoblätter liegen auf Tisch

Das Projekt unterstützt die Umsetzung des Klimaschutzabkommens von Paris und stärkt die Kapazitäten von Ländern in Bezug auf NDCs und Transparenz; Foto: GIZ

Im Oktober 2016 hat das „Unterstützungsvorhaben für die Umsetzung des Paris-Abkommens“ (SPA) in Berlin seine Arbeit aufgenommen. Das Projekt ist an der Schnittstelle zwischen der deutschen Klimaschutzpolitik und der internationalen Zusammenarbeit mit Partnern in Entwicklungsländern angesiedelt. Das SPA unterstützt das Bundesumweltministerium (BMUB) im Rahmen dreier Initiativen bei der Umsetzung der nationalen Verpflichtungen zur Minderung von Treibhausgasen (NDC – Nationally Determined Contributions) sowie der Transparenzanforderungen des Klimaschutzabkommens von Paris.

  1. IKI NDC Support Cluster
  2. NDC-Partnerschaft
  3. Internationale Partnerschaft für Minderungsmaßnahmen und MRV

Innerhalb dieser drei Komponenten unterstützt das Vorhaben auf weltweiter, regionaler und nationaler Ebene die Querschnittsthemen Capacity Building und Wissensmanagement zur Entwicklung und Umsetzung von NDC, kohlenstoffarmen Entwicklungsstrategien (LEDS), national angepassten Minderungsmaßnahmen (NAMA), Klimafinanzierungsmechanismen sowie Systemen für Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung (MRV).  Das Projekt arbeitet bilateral mit Marokko und Peru zusammen und ist thematisch und geografisch flexibel angelegt. Verantwortlich für die Durchführung ist die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

IKI NDC Support Cluster

2015 hat das BMUB im Rahmen seiner Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) den NDC Support Cluster gegründet, um die Entwicklungsländer zeitgerecht und umfassend bei der Umsetzung ihrer NDC zu unterstützen. Momentan leisten acht Organisationen für 27 Partnerländer Unterstützung zu den vier Themengebieten Politische und institutionelle Rahmen, Sektorstrategien, Finanzierungmechanismen sowie Daten und Transparenz.

Innerhalb des Clusters kooperiert das Vorhaben mit weltweit führenden Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, die sich mit dem Klimaschutz befassen, und fördert koordinierte Konsultationen sowie die Nutzung von Synergien in den Partnerländern. Darüber hinaus organisiert das Vorhaben gemeinsam mit anderen Akteuren internationale Konferenzen zur Umsetzung von NDC und unterstützt mithilfe eines gemeinsamen, zentralen „Werkzeugkastens“ den Zugang zu Instrumenten für die Umsetzung von national festgelegten Beiträgen. Außerdem richtet das Projekt einen gemeinsamen Helpdesk zur flexiblen und kurzfristigen Bearbeitung der NDC-bezogenen Anfragen von Partnerländern und erweitert seine Global Good Practice-Datenbank, um den internationalen Wissensaustausch und entsprechende Lernprozesse zu fördern.


NDC-Partnerschaft

Das BMUB hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und anderen internationalen Partnern eine weltweite NDC-Partnerschaft zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit und Koordination der NDC-bezogenen Unterstützungsleitungen auf den Weg gebracht. Dabei unterstützt das Projekt das Ministerium bei der Koordination der Maßnahmen und Tätigkeiten, die im Rahmen der NDC-Partnerschaft mit staatlichen und institutionellen Partnern in aller Welt zur Umsetzung von national festgelegten Beiträgen durchgeführt werden.

Internationale Partnerschaft für Minderungsmaßnahmen und MRV

Auch die erfolgreiche Internationale Partnerschaft für Minderungsmaßnahmen und MRV, die von den Umweltministerien Deutschlands, Südafrikas und Südkoreas gegründet wurde, soll die Verhandlungen über das neue Transparenzsystem sowie dessen Realisierung weiterhin unterstützen. Dabei fördert das Vorhaben den Austausch von MRV-Erfolgsmethoden, gemeinsame Lernprozesse sowie den politischen Dialog zwischen Klimaschutzunterhändlern, politischen Entscheidern und Praktikern und setzt zu diesem Zweck auf Online-Formate, globale Dialoge und Maßnahmen in den vier Regionalgruppen Asien und Pazifikraum, Lateinamerika und Karibik, Subsahara-Afrika und frankophone Länder.

Mit seinen Maßnahmen erreicht das Vorhaben eine große internationale Zielgruppe. Die Erkenntnisse und Lernerfahrungen fließen in die internationale Debatte um die Umsetzung von Klimaschutzstrategien sowie die Verhandlungen über die Klimarahmenkonvention ein.

Eine Erweiterung der Maßnahmen auf andere Gebiete der Entwicklungszusammenarbeit (z.B. mit der Privatwirtschaft) ist vorgesehen.


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