28.01.2021

Peru erhöht Emissionsreduktionsziel auf 40% gegenüber 2030

Amazonian River

Amazonas im peruanischen Tropenwald. Foto: GIZ / Thomas Müller

Am 12. Dezember 2020 kündigte Präsident Francisco Sagasti, Interims-Staatsoberhaupt der Republik Peru, an, dass Peru sein Emissionsreduktionsziel bis 2030 von 20 Prozent auf 30 Prozent erhöhen wird – gemessen an den berechneten Emissionen eines Business-as-Usual (BAU) Szenario. Abhängig vom Zugang zu internationalen Finanzmitteln erhöht Peru sein Emissionsreduktionsziel bis 2030 sogar von 30 Prozent auf 40 Prozent gegenüber des festgelegten BAU-Szenarios. Dies spiegelt sich auch in der Aktualisierung der national bestimmten Klimaschutzbeiträge (NDC) wider.  

In seiner Rede auf dem virtuellen UN-Klimaschutzgipfel 2020 wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass sich das Land dem Ruf von Nationen auf der ganzen Welt anschließt, und seinen Nationalen Anpassungsplan (NAP) fertigstellen sowie die Aktualisierung der Nationalen Strategie zum Klimawandel bis 2050 vollenden wird. Der Präsident führte weiter aus, dass diese Maßnahmen den schrittweisen Übergang Perus zur Kohlenstoffneutralität definieren, mit einem starken Schwerpunkt auf Umweltgerechtigkeit.

Anlässlich des fünften Jahrestags der Unterzeichnung des Pariser Klimaschutzabkommens bekräftigte der Präsident die Verpflichtung Perus, sich dem Klimawandel zu stellen und die Grundlagen für Klimaschutzmaßnahmen zu legen, die es ermöglichen, den Weg in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung und des Gesamtwohls einzuschlagen. Dies, so fügte er hinzu, gibt dem Land die Gelegenheit, im Bereich Klimaschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen, indem es sich ambitioniertere Ziele setzt, die sowohl realistisch sind als auch im Einklang zu den internationalen Verpflichtungen stehen, die der peruanische Staat eingegangen ist.

Vier Tage später genehmigte die hochrangige Kommission zum Thema Klimawandel (CANCC) die Aktualisierung der peruanischen national bestimmten Klimaschutzbeiträge (NDC), Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen, die später offiziell der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) vorgelegt wurden. Dieses neue Klimaziel schließt die Beteiligung aller nationalen Sektoren und Interessengruppen ein: nationale, regionale und lokale Regierungen, der private Sektor und die Zivilgesellschaft, da man davon ausgeht, dass der artikulierte Ansatz eine effektive Umsetzung ermöglicht.

Die Aktualisierung der peruanischen NDC wurde von verschiedenen Initiativen und internationalen Kooperationsorganisationen unterstützt, darunter das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) durch das IKI-Projekt „NDC Peru: Unterstützung bei der Umsetzung der nationalen Klimaschutzstrategie", durchgeführt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ).