16.04.2014

Positive Effekte von REDD+ für Mensch und Natur

Nachhaltige Landnutzung ist sowohl global als auch lokal ein wichtiges Thema. Denn Land und fruchtbarer Boden sind begrenzte Ressourcen, die lebensnotwendig für Menschen und Natur ist. Vom 19. bis 20. März kamen deshalb in Berlin rund 570 Wissenschaftler aus aller Welt zusammen, um über Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze zub diesem Thema zu sprechen. Mit von der Partie: das REDD+ Policy Assessment Center (REDD-PAC), ein Projekt der internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), sowie dessen Projektpartner aus dem brasilianischen Forschungsinstitut für Raumfahrt und dem World Conservation Monitoring Center vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen.

Während der Konferenz stellte das Projekt neue Ansätze vor, um Daten zu erheben und zu modellieren, die die vielfältigen Zusatznutzen (co-benefits) bei der Anwendung des Mechanismus zur Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+) erfassen. Denn REDD+ konzentriert sich nicht nur auf die Speicherung von Kohlenstoff, sondern kann unter anderem auch dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Landbevölkerung in den betreffenden Gebieten dienen. Anhand von Beispielen aus den Kongobecken und aus Brasilien zeigte das Projekt, welche Auswirkungen unterschiedliche Landnutzungenmöglichkeiten auf das Angebot von und die Nachfrage nach landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Gütern sowie Bioenergie haben. Auf dieser Grundlage können Regierungen bessere Entscheidungen zur Landnutzung treffen, die sowohl das Klima und die Natur schützen wie auch wirtschaftliches Wachstum und Nahrungsmittelsicherheit berücksichtigen. Die ersten Resultate dieser Erhebungen sind vielversprechend und die Methode soll demnächst auch auf Südost-Asien ausgeweitet werden.

Mehr Informationen zur Veranstaltung (Englisch, extern)

 


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